Text-Bild-Ansicht Band 247

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gleichzeitig wieder aus einem Behälter, welcher zur Sicherung des Betriebes etwas höher aufgestellt wird. Es kann jedoch auch das Wasser auf eine gewisse Höhe angesaugt werden, wenn für regelmäſsige Abführung der Luft gesorgt wird. Hierzu dient der Hahn m auf dem Gefäſse b.

In Fig. 6 Taf. 28 ist die Verbindung des Apparates mit einem stationären Dampfkessel, in Fig. 7 die Anordnung bei einer Locomotive dargestellt.

Um eine Ueberfüllung des Kessels zu vermeiden, ist das Rohr, welches dem Apparate den Dampf zuführt, in den Kessel bis zum höchsten Wasserstande hinabgeführt. Wird dieser überschritten und dadurch die Mündung des Dampfrohres verschlossen, so hört die Speisung auf.

Die birnenförmige Gestalt des Speisegefäſses a, welche sich auch bei den Pulsometern findet, ist rücksichtlich des Dampfverbrauches sehr wesentlich. Der einströmende Dampf trifft hier zunächst eine nur kleine Oberfläche; es wird sich daher bis zur Herstellung der Kesselspannung nur wenig Dampf niederschlagen, da das erwärmte Wasser an der Oberfläche bleibt, und die Spannung wird schnell steigen. Wenn die Kesselspannung erreicht und die Wassermasse in Bewegung gekommen ist, vergröſsert sich allmählich die Oberfläche. Da jedoch das Abflieſsen verhältniſsmäſsig schnell, mit beschleunigter Geschwindigkeit, vor sich geht, so wird auch während dieser Zeit keine bedeutende Dampfmenge condensiren. Behufs einer schnellen und vollständigen Condensation des abgesperrten Dampfes erscheint es sehr zweckmäſsig, denselben von unten in das Wasser einzuführen, letzteres aber oben in a eintreten zu lassen, wie es bei diesem Apparate der Fall ist.

In Fig. 8 und 9, 10 bezieh. 11 Taf. 28 sind drei verschiedene Speisevorrichtungen von L. A. Riedinger in Augsburg (* D. R. P. Nr. 12887 vom 3. Juli 1880) dargestellt, von denen der erste Apparat einen äuſseren Antrieb mittels Riemen erhält, während die beiden anderen selbstthätig wirken. Alle drei reguliren den Wasserstand selbstthätig.

Bei Fig. 8 und 9 ist als Steuerorgan ein Schmetterlingshahn benutzt, welchem eine ununterbrochene Drehung ertheilt wird. Derselbe greift mit seinem mittleren Theile in ein zum Wassersammelbehälter führendes Rohr S ein, so daſs dieses stets mit der Höhlung des Hahnes in Verbindung bleibt. Das Gehäuse ist bei D mit dem Dampfraum, bei W mit dem Wasserraum des Kessels verbunden. In der gezeichneten Stellung ist das Speisegefäſs A von dem Kessel abgeschlossen und durch die Oeffnungen a und b mit dem Wasserbehälter in Verbindung gebracht. Nach einer Vierteldrehung des Hahnes sind die Oeffnungen a und b in der Gehäusewand frei gelegt, dagegen die Oeffnungen im Hahnkörper geschlossen. Das Wasser kann daher aus A durch W ausflieſsen und Dampf durch D eindringen. Ist nun der Apparat nicht wie die vorhergehenden auf dem Kessel, sondern neben demselben in der Höhe des normalen Wasserstandes angebracht, so wird immer nur so lange Wasser