Text-Bild-Ansicht Band 247

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Statt durch eine Undichtigkeit des Ventiles c nach jedesmaliger Füllung des Apparates eine Druckausgleichung zwischen diesem und dem Kessel zu bewirken, soll die in Fig. 18 Taf. 28 abgebildete Vorrichtung dazu dienen, die Druckausgleichung nur dann eintreten zu lassen, wenn Wassermangel im Kessel vorhanden ist. Dieselbe wird zwischen dem Apparate und dem Kessel so eingeschaltet, daſs der Stutzen m mit dem Speiserohr zwischen Speiseventil und Kessel und der Stutzen n mit dem Apparate zwischen den Ventilen a und c (Fig. 17) verbunden ist. So lange dann das Ventil l (Fig. 18) geöffnet ist, wird auf dem Wege mln nach jedesmaliger Füllung des Apparates die Druckausgleichung vor sich gehen. Ist aber l geschlossen, so bleibt der Apparat nach erfolgtem Ansaugen wirkungslos. Das Ventil l wird durch das Rohr h, dessen Verlängerung bis zum Normalstande in den Kessel hinabreicht, so lange offen gehalten, als dieses Rohr mit Dampf gefüllt ist, d.h. so lange die Mündung der Verlängerung über Wasser liegt. Steigt bei fortgesetzter Speisung der Wasserspiegel bis über jene Mündung, so füllt sich h mit Wasser, welches seine Wärme an das durch den Zwischenraum von h und i strömende Wasser abgibt. Das Rohr h zieht sich dann in Folge der Abkühlung zusammen und das lose darauf stehende Ventil l schlieſst sich. Die Stangen k halten den unteren, das Rohr h tragenden und den oberen, den Ventilsitz tragenden Theil in constanter Entfernung gegen einander, während das Rohr i unten in einer Stopfbüchse geführt wird. Wenn man das Ventil l passend belastet, so kann man auch die Vorrichtung umgekehrt einschalten, d.h. bei n mit dem Kessel und bei m mit dem Speiseapparate verbinden. Diese Anordnung soll benutzt werden zum Auslassen der Luft, welche sich dann in dem Rohre h ansammeln wird. In dem Deckel von h wird zu diesem Zweck eine kleine Oeffnung angebracht, welche, sobald h unter l stöſst, durch l verdeckt wird.

Whg.

Neuerung an Kolbenstangen für Dampfpumpen u. dgl.

Mit Abbildung.

Textabbildung Bd. 247, S. 360

Um bei Dampfpumpen oder Dampfmaschinen, deren conaxiale Kolbenstangen durch ein Herzstück verbunden sind, innerhalb welchem die Pleuelstange schwingt, den Abstand des Cylindermittels von dem als Fundament dienenden Gestell nach Möglichkeit zu vermindern, gibt Joh. Klein in Firma Klein, Schanzlin und Becker in Frankenthal (* D. R. P. Kl. 47 Nr. 19981 vom 18. April 1882) dem Herzstück eine zur Schwingungsebene der Pleuelstange geneigte Lage, wodurch