Text-Bild-Ansicht Band 247

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auf welchen die Hebel c, c1 sich drehen, sind durch Kupferdrähte mit zwei runden Klemmen an der oberen Kante der Rückwand des Kastens verbunden. Die eine Klemme ist mit einem Pol der Regulirbatterie B, die andere Klemme mit der Kabellinie q (Regulirlinie) und durch dieselbe mit den (unteren) Spulen x, x1 und x2 der Elektromagnete der Sekundärregulatoren verbunden. Der andere Pol der Batterie geht zur Erde E.

Der Strom der Regulirbatterie kann in den Spulen x nur dann umlaufen, wenn die Hebel c, c1 durch die Winkel b, b1 leitend mit einander verbunden sind. Man sieht auch, daſs die Kabellinie q continuirlich ist und daſs die Leitungen nach den einzelnen Sekundärregulatoren von derselben abgezweigt sind, so daſs jeder seine eigene Erdverbindung hat. Der Regulirstrom wirkt jede Sekunde; seine Dauer ist höchstens 0,1 Sekunde; durch denselben werden alle Pendel der Sekundärregulatoren in gleiche Schwingung gebracht. Diese Pendel müssen dann so regulirt sein, daſs sie täglich um etwa 10 Sekunden zu spät gehen, wenn sie von der Regulirlinie unabhängig sind.

In den Sekundärregulatoren oder den elektrischen Sekundärpendeluhren3) schwingt die Palette d (Fig. 18) anstatt nach unten zu hängen, auf einem Messer y hin und her (vgl. 1879 234 * 375); die 2 Gewichtchen s, s1 bezwecken, bei jeder Schwingung der Gegenplatte c das Umkippen der Palette zu bewirken. Der eigentliche Contact, welcher den Strom der Regulatorbatterie in der Leitung L durch die obere Spule k des Elektromagnetes sendet, ist in h; dieser Contact ist geschlossen, wenn der Hebel m von der Gegenpalette nach unten gedrückt wird, d.h. erst wenn der Ausschlag des Pendels klein genug geworden ist, daſs die Kante der Palette d sich in die Furche der Gegenpalette c stemmt. Der Contact o vermeidet den schädlichen Einfluſs der Extraströme. Die untere Spule x des Elektromagnetes ist mit der Kabellinie q und mit der Erde E verbunden.

Das Pendel der Stadtbahnuhren besteht aus 2 Holzstäben H (Fig. 20), welche zwischen sich ein Verbindungsstück aus Messing tragen, in das ein Eisen- oder Stahlanker eingesetzt ist; dieser schwingt zwischen den beiden in Fig. 18 mit k und x bezeichneten Elektromagneten. Die Spielräume oben und unten betragen nur 1mm. Der Umstand, daſs sie nicht gröſser sein dürfen, verlangt besondere Berücksichtigung in der Construction, da sonst leicht ein Schleifen des Pendels an einem der Elektromagnete stattfindet, was das Stillstehen der Uhr zur Folge hätte.

Der Stromumkehrer (Commutator) der elektrischen Sekundenpendeluhren ist in Fig. 21 abgebildet (vgl. 1878 227 * 558). Um die feste Achse f dreht sich ein doppelgabelförmiger Hebel, dessen untere beiden

3)

Dieser wesentliche Theil der elektrischen Uhr wurde von Hipp schon im J. 1843 zu einem anderen Zweck praktisch angewendet (vgl. 1843 88 * 258. * 441).