Text-Bild-Ansicht Band 244

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die gesammte Helligkeit wurde dagegen beim Vollmond bestimmt, und zwar mit dem Bunsen'schen Photometer, ebenso wie die an der Sonne.

C D b' F ½ G T J
Normalkerze 73 100 104 134 1 1
Gaslampe 74 100 103 125 16 1
Kalklicht 59 100 113 285 90 54
Elektrisches Licht 61 100 121 735 362 3141
Magnesiumlicht 50 100 223 1129 215 20,8
Mondlicht 87 100 155 363 204
Sonnenlicht 45 100 250 2971 70000 361000

Pickering sucht aus obigen Zahlen nachzuweisen, daſs die Sonnentemperatur etwa 22000° beträgt (vgl. 1880 236 348).

Ueber die Herstellung von Schmierseife.

Wie E. Bingel im Seifenfabrikant, 1881 S. 82 ausführt, besteht die reine ungefüllte Schmierseife wesentlich aus ölsaurem Kali, kohlensaurem Kali und den Salzen in Lösung, welche die zu ihrer Darstellung verwendete Potasche enthielt. Reines ölsaures Kali, wie man es durch Aussalzen einer Schmierseife mit Chlorkalium darstellen kann, ist eine feste, zähe, wenig durchscheinende Masse; erst durch Zusatz einer Lösung von kohlensaurem und kaustischem Alkali erhält man die Schmierseife, wie sie im Handel verlangt wird, durchscheinend und geschmeidig und nicht gallert- oder gummiartig. Zum Abrichten und zur sogen. Füllung der Seife kann man statt der Potasche auch Chlorkalium, schwefelsaures Kali, borsaures Kali, kieselsaures Kali u.a. anwenden, minder gut die Natronsalze. Die genannten Salze haben alle die Eigenschaft, Wasser mit der Schmierseife zu verbinden, und die Erfahrung hat gelehrt, daſs auf 100 Th. Wasser ungefähr 12 bis 15 Th. Salze gehören, um jenes der Seife so einzuverleiben, daſs es sich nach dem Erkalten derselben nicht wieder abscheidet, die Seife nicht lang wird. Kaustisches Kali besitzt die Eigenschaft, Wasser an die Seife zu binden, nur in geringem Maſse und wird deshalb eine Seife, welche zu viel kaustisches Kali enthält, d.h. zu hoch im Kalk ist1), leicht trübe und lang. Jeder Sieder weiſs, daſs er durch Zugabe von Potaschelösung dem Uebel abhelfen kann, und nennt dies die Seife im Kalk herunterbringen;

1)

Mit „hoch im Kalk“ bezieh. „niedrig im Kalk“ bezeichnet der Seifensieder die Beschaffenheit seiner Laugen, wie sie durch die Anwendung von mehr oder weniger Kalk bedingt wird; er überträgt diese allgemein gebräuchlichen Ausdrücke auch auf seine Seifen, sei es beim Sieden oder auf das fertige Fabrikat, um die verschiedene Beschaffenheit der Seife zu bezeichnen, wie sie das Resultat der angewendeten, im Kalkverhältniſs verschiedenen Lauge ist.