Text-Bild-Ansicht Band 242

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vorgeschobene heiſse Schiene fassen können. So ist es möglich, das ganze Bett mit Schienen zu belegen. Da das Drahtseil durch die Hitze der Schienen sich sehr stark ausdehnt, ist die eine Rolle desselben mit seinen Lagern in einem Schlitz verschiebbar und durch Federn oder Gewichte stetig angespannt.

Ein Zusatzpatent (* Nr. 13469 vom 17. August 1880) bezieht sich auf Abänderungen an diesem Verfahren. Die Schienen gelangen, nachdem sie die Fertig walzen verlassen haben, zuerst nach dem Kühlbett, welches zu diesem Zweck eine besondere Construction erhalten hat und namentlich gestattet, die noch heiſsen Schienen selbstthätig ohne Zeitverlust an einen passenden Aufbewahrungsort zu bringen. Die Schienen gelangen dabei zuerst auf Rollen A (Fig. 6 Taf. 10), welche auf irgend eine Weise in schnelle Umdrehung versetzt werden. Die Rollen sind bei C durch ein Universalgelenk mit den Wellen der Antriebsräder verbunden, so daſs man sie geneigt zur Achse der letzteren einstellen kann, um die Schienen auf eine leichte Art auf den Ausladeschieber H zu befördern. Es geschieht die Verstellung der Rollen A durch Verschiebung einer Stange E, die bei D mit den verschiebbaren Lagern der Rollen verbunden ist. Ein Ansatz F hindert die auf den Rollen liegende Schiene an einer weiteren Bewegung in der Längsrichtung, so daſs die Schiene durch die schräg stehenden Rollen nur senkrecht zu ihrer Achse bewegt und auf die Schieber H gebracht werden kann. Diese Verschiebung zur Seite erfolgt so schnell, daſs die nächste vom Walzwerk kommende Schiene, wie schnell die Bewegung auch sein mag, auf den Rollen Platz findet.

Die Schieber H gleiten in passenden Führungen, oder sie gehen auf Rollen, welche in den Führungsstangen angebracht sind, und sind an Drahtseilen ohne Ende oder Ketten befestigt. Die Seile laufen über Rollen L und umschlingen die Rolle M, von welcher sie angetrieben werden. Die Ausdehnung der Seile wird wieder durch Hängegewichte oder Federn ausgeglichen. Die Schnelligkeit der Bewegung der Schieber und die Länge des Apparates, d.h. der Stangen G, müssen derart gewählt werden, daſs die Schienen genügend abkühlen können. Zur Weiterbeförderung der auf dem Kühlbett liegenden Schienen dient ein Abzugswagen, der aus einem Gestell besteht, in welchem eine Anzahl Rollen gelagert sind; letztere werden durch Kegelräder von Hand angetrieben. Der Wagen hat Platz für zwei Schienen, welche vom Kühlbett auf denselben geschoben werden, um hier auf ihre Normallänge abgeschnitten zu werden. Der Wagen bringt die beiden Schienen dann zur Richtmaschine, wo eine nach der anderen abgeladen wird, ohne daſs der beaufsichtigende Arbeiter genöthigt wäre, die Schienen anfassen zu müssen.

G. Webb in Johnstown, Grafschaft Cambria in Nordamerika (* D. R. P. Kl. 49 Nr. 11060 vom 13. Januar 1880) will die das Walzwerk verlassenden