Text-Bild-Ansicht Band 242

Bild:
<< vorherige Seite

Ausschnitt des Schlingenfängers b und kann sich hier mit einigem Spielraum bewegen; das rechte Ende liegt in einer dicht hinter dem Haken befindlichen Vertiefung. Am Ende der Schiffchenbahn ist eine Erhöhung g angegossen, an welche zwei Schrauben eingeführt sind; die untere derselben trägt den Schlingenfänger b, dessen Schlitz f sich vorn etwas nach oben biegt. So lange Kettenstichnaht erzeugt wird, gleitet die untere Schraube nur in dem horizontalen Theile des Schlitzes. Die obere Schraube in g trägt eine federnde (in der Figur nicht angegebene) Platte, welche den Ableger leicht einklemmt. An den Schlingenfänger ist der Stab h angeschraubt; derselbe trägt einen rechtwinklig abgebogenen Arm, welcher an der Hubscheibe m anliegt und dadurch nach auſsen bewegt werden kann, während eine Feder bei k angreift und den Stab h entsprechend der Hubscheibe zurück drängt. Bei x ist eine Vertiefung angebracht, welche zur Aufnahme der zurückgezogenen Fadenschleife dient.

Die Kettennaht wird nun auf folgende Weise erzeugt: Nachdem die Nadel den Faden unter den Stoff gebracht und sich wieder etwas gehoben hat, um eine Schlinge zu bilden, wird der Schlingenfänger b nach vorn geschoben, erfaſst die Schlinge und zieht diese zurück. Bei diesem Rückgange bleibt aber der Ableger c etwas in der Weglänge zurück und der Haken wird geschlossen, damit sich die Schleife nicht abstreifen kann. In der zurückgezogenen Lage bleibt der Schlingenfänger so lange, bis die Nadel ein zweites Mal den Faden durch den Stoff geführt hat; dann bewegt sich der Schlingenfänger b etwas nach vorn, der Ableger c öffnet dabei den Haken und die Schleife gleitet auf c. Hierauf bewegt sich der Schlingenfänger b mit Ableger c noch weiter, um eine neue Schlinge zu fangen, welche sodann bei der rückgängigen Bewegung durch die alte Schleife gezogen wird.

Soll zur Steppstichnaht übergegangen werden, so schiebt man den Schlingenfänger durch die Schraube i zurück; dabei kommt derselbe zufolge der Form des Schlitzes f aus dem Bereiche der Schiffchenbahn und die Maschine ist, wenn das Schiffchen wieder in seinen Halter eingelegt, zur Bildung der letztgenannten Naht bereit.

Bei der Knopfloch-Nähmaschine von A. Rullmann in Zittau (* D. R. P. Nr. 12474 vom 4. April 1880) wird die seitliche Bewegung des Stoffrückers durch folgende Einrichtung hervorgebracht: Auf der Hauptwelle a (Fig. 12 und 13 Taf. 29) ist ein Getriebe b befestigt, welches in ein doppelt so groſses Rad c eingreift; letzteres trägt auf seiner Welle ein Excenter, welches vom Rahmen v umschlossen ist und diesen hebt und senkt. Durch eine zur Seite angebrachte Schraube steht der Rahmen mit dem Winkelhebel t in Verbindung und dieser wieder mit der Zugstange g; letztere bewegt den Stoffrückerkasten i (Fig. 14), welcher sich in einer Schwalbenschwanzführung i1 verschiebt. Auf