Text-Bild-Ansicht Band 241

Bild:
<< vorherige Seite

d.h. die Auspuffwärme würde nur zur Verdampfung von 30, 38, 54, 41 Procent der vorhandenen Wassermenge ausreichen, obwohl Versuch a bis c bei gleicher Füllung 0,133, Versuch d bei viel kleinerer Füllung abgeführt ist. Die Unnatürlichkeit des Hallauer'schen Ergebnisses liegt daher auf der Hand und ich glaube um so energischer gegen die fehlerhafte Einführung des Fehlergliedes m'ρ' – mρ in dem Werthe von ε1 ankämpfen zu sollen, als ja Hallauer mit Recht als der bedeutendste Interpretator der Hirn'schen „praktischen Theorie der Dampfmaschine“ gilt. Wolle Hr. Hallauer doch bedenken, daſs bei eincylindrigen Maschinen, wo er diesen Fehler mit m'ρ' – mρ nicht machen konnte, die Auspuffwärme ε auch fast immer gröſser als 300c, für je 1k Wasser, ja bei der Hirn'schen Maschine sogar hinreichend für vollständige Verdampfueg des vorhandenen Wassers gefunden wird.

Um jedem Miſsverständniſs vorzubeugen, schreiben wir nochmals die richtigen Gleichungen auf, unter Bezug auf die Bezeichnung derselben im Bd. 239 S. 329 und mit Hinzufügung der entsprechenden von Hallauer angewendeten fehlerhaften Berechnung:

I (1)
wobei
.
Hallauer
II (10)
(fehlt bei Hallauer).
III (8)
wobei
.
Hallauer
IV
.
Hallauer
V (ρ)
,
wobei in letzterer Gleichung unter δm der Mittelwerth aus den
nach Formel (1) berechneten Einzelwerthen von δ verstanden
ist, welcher Mittelwerth den Wärmeverlust am Condensator
angibt.
Nach Hallauer
VI
wird einerseits mit Q = Q + μr, anderer-
seits mit der am Ende der totalen Expansion an den Wänden be-
findlichen Wassermenge
verglichen.
Die Unrichtigkeit der Hallauer'schen Rechnungsweise zeigt sich
am deutlichsten, wenn man den zu II analogen Werth nach
Hallauer sucht:
Es ist klar, daſs hier das Glied m'ρ' falsch ist und durch
mi ersetzt werden muſs.

Ich erachte mich nicht für unfehlbar und will auch nicht behaupten, daſs die Gleichungen I bis V keine Wandlungen mehr durchzumachen