Text-Bild-Ansicht Band 240

Bild:
<< vorherige Seite

Schwankungen der Nadel haben auf die Deutlichkeit der Einstellung keinen merklichen Einfluſs, weil die Vergröſserung des Mikroskopes nur schwach zu sein braucht und die optische Achse desselben gegen die Schwingungsebene der Nadel geneigt ist.

Eine zweite Verbesserung besteht in der Anwendung einer Luftdämpfung. Wird eine arretirte Magnetnadel ausgelöst, so vergeht oft geraume Zeit, bis sie vollständig zur Kühe kommt. Es ist allerdings nicht nöthig, die Nadel ausschwingen zu lassen, da drei auf einander folgende Umkehrpunkte die Ruhelage durch Rechnung ergeben; immerhin ist es von Vortheil, das lästige Hin- und Herschwingen hintanzuhalten. Zu diesem Behufe ist an den Enden der Nadel je ein kleines Scheibchen b aus Papier oder Glimmer so befestigt, daſs dieselben auf der Schwingungsebene senkrecht stehen. Durch den bei einer Drehung verursachten Luftwiderstand kommt die Nadel schon nach 3 bis 4 Schwingungen vollständig zur Ruhe, ohne daſs hierdurch die richtige Lage im geringsten gestört würde.

Für beide Verbesserungen erfolgte bereits die Patentanmeldung.

A. Behne's Walzenringpresse zur Oelgewinnung.

Mit Abbildungen auf Tafel 17.

Die Oelfrucht wird nach A. Behne in Harburg (* D. R. P. Kl. 58 Nr. 6138 vom 31. Januar 1879) vom Boden A einem Brechwalzwerke a zugeführt und kommt dann in die Wärmpfanne B, in welcher rotirende Arme b die Oelfrucht unter Erwärmung dem Umfange der Wärmepfanne zutreiben, wo der Walzenringpresse zu gerichtet sich eine durch Drosselklappe c verstellbare Austrittsöffnung befindet, durch welche die Presse gespeist wird. Durch Antriebscheibe C der Welle d und Schneckengetriebe e, e1 werden die senkrechten Wellen f und dadurch die Zahnräder g bewegt, welche in gezahnte, durch Leitrollen m geführte und durch Rollen n getragene Preſsringe h eingreifen und in Drehung setzen. Behufs Pressung der durchgehenden Oelfrucht werden die sich drehenden Preſsringe durch die Spannfedern k derart gegen einander gedrückt, daſs die Oelfrucht hierbei vom Oel entleert wird und das letztere durch die siebartig angebrachten Löcher des Preisringes nach dem Behälter D abflieſst, wo hingegen die entleerte Oelfrucht die Preſsringe als sogen. Oelkuchen in dünner Bandform verläſst.

Zur Führung der verticalen Triebwellen f und zum oberen und unteren Abschluſs der Preſsringflächen dienen die Rahmgestelle E, welche mit den Säulen F verbunden ein festes Ganze bilden. Damit das gewonnene Oel möglichst faserfrei aus der Presse tritt und die Speisung derselben möglichst gleichmäſsig geschieht, führen die Preſsringe