Text-Bild-Ansicht Band 240

Bild:
<< vorherige Seite

des Generatorgewölbes über der Ofensohle zu liegen kommt und sich die Füllöffnung M in der Vorderwand des Generators anbringen läſst. Um das Abschluſsgewölbe der Luftzufuhröffnung vor der Zerstörung zu schützen, ist an der Innenseite des Gewölbes ein Metallrohr O angebracht, durch welches Wasser oder auch Luft und Dampf hindurchgeführt wird. Das erzeugte Kohlenoxyd tritt durch die Oeffnungen P in den eigentlichen Retortenofen und trifft dort mit der durch die Kanäle h zugeführten atmosphärischen Luft zusammen. Diese strömt von auſsen in die Kanäle a und d ein, geht auf der einen Seite durch die Kanäle b und c, auf der anderen durch die Kanäle f und g, um schlieſslich mittels der erwähnten Zweigkanäle h den einzelnen Verbrennungspunkten des Generatorgases zugeführt zu werden. Durch die Anordnung, daſs auf der einen Seite des Ofens ein horizontaler Kanal mehr vorhanden ist als auf der anderen, wird der Vortheil erzielt, daſs alle Verbrennungspunkte eine möglichst gleich groſse Menge von Luft erhalten. Die in den Kanälen a, b, c und d, f, g schon vorgewärmte Luft wird in den im Innern des Verbrennungsraumes angeordneten Zweigkanälen h, welche aus besonders geformten, dünnen, feuerfesten Ziegeln hergestellt wurden, noch weiter erhitzt. In Folge der hohen Temperatur, mit welcher die Luft demnach mit dem Gas zusammentrifft, soll nach Klönne die bei der Verbrennung entwickelte Hitze eine auſserordentlich hohe sein – eine Annahme, welche nicht ganz richtig ist, da doch die an die Luft in den Kanälen h abgegebene Wärme der Flamme selbst entnommen wird.

Die Reinigung der Zugöffnung N des Generators von Schlacke wird von dem Arbeitsraum R aus vorgenommen, welcher durch Klappthüren verschlossen werden kann, die mit Gegengewichten versehen sind, um sie leicht handhaben zu können. Durch diese Einrichtung wird die Anlage eines besonders überwölbten Kellers unnöthig gemacht und läſst sich die Schlacke leicht herauswerfen. Auch behält der bedienende Arbeiter den Kopf über der Arbeitssohle und ist somit vor der Einathmung schädlicher Gase und vor übermäſsiger Wärme besser geschützt (vgl. F. Fischer 1879 232 528).

In Beziehung auf die äuſsere Form des Ofens soll noch hervorgehoben werden, daſs dieser unten durch ein umgekehrtes Gewölbe abgeschlossen werden kann, um einem etwaigen Andränge von Grundwasser zu begegnen. Auch die geringe Tiefenlage des Generators ist für den Fall eines nassen wie eines felsigen Baugrundes von wesentlichem Vortheil. Nach oben ist der Ofen durch ein elliptisches Gewölbe abgeschlossen, welches sich am besten der besonderen Anordnung der Retorten anschlieſst. Bei 8 und 9 Retorten ist es u.a. zweckmäſsig, zwei Reihen von Brennöffnungen P anzuwenden, zwischen denen dann noch Luftzuführungskanäle liegen, bei 12 Retorten drei Reihen, während bei 3 bis 7 Retorten eine Reihe genügt.