Text-Bild-Ansicht Band 240

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einer gröſseren Geschwindigkeit der Pumpe. Es ist in der Zeichnung ein Einspritzcondensator vorausgesetzt; doch kann die gleiche Anordnung auch bei Oberflächencondensatoren Verwendung finden. Die getrennte Abführung der Gase ist hier dadurch erreicht, daſs der Raum B über dem Kolben der doppelt wirkenden Pumpe mit dem oberen Theile, der Raum E unter dem Kolben dagegen nur mit dem unteren Theile der Condensationskammer A in Verbindung steht. Die Luft entweicht durch die Ventile C und D, das Wasser durch G und J. Die Ventilklappen C und D sind stets vom Wasser überdeckt. Beim höchsten Kolbenstande muſs der Raum zwischen C und D vollständig mit Wasser (oder einer anderen Flüssigkeit) gefüllt sein, wenn möglichste Verdünnung erreicht werden soll (vgl. 1881 239 * 199).

Wird über J ein Druckrohr aufgesetzt, so kann auch bei dieser Anordnung das Wasser in den Kessel gedrückt oder auf beliebige Höhe gehoben werden, während die Luft durch D direct ins Freie entweicht. – Bei der vorhergehenden Anordnung, bei welcher der Scheibenhahn von dem Pumpenkolben bewegt wird, ist allerdings an und für sich eine gröſsere Verdünnung möglich als bei der Becker'schen Construction, da bei letzterer immer der zum Heben der Klappe C nöthige Ueberdruck im Condensationsraume vorhanden sein muſs; doch wird der Scheibenhahn kaum so dicht zu halten sein, daſs dieser Vortheil zur Geltung kommen könnte.

Whg.

Neuerungen an Schmiervorrichtungen.

Patentklasse 47. Mit Abbildungen auf Tafel 33.

Die in Fig. 20 und 21 Taf. 33 gezeichnete Tropf-Schmiervorrichtung von H. Köttgen und P. Jorissen in B.-Gladbach (* D. R. P. Nr. 13077 vom 25. Juli 1880) für flüssige Schmiere besteht aus einem Gehäuse a, einem Deckel b und einem Ventil c; letzteres hat am unteren Ende einen Führungsstift mit einer Nuth d und am oberen Ende eine hohle, geschlitzte Schraube e mit den Oeffnungen f und dem Lappen l, welcher nach Entfernung des Deckels b aus dem Gehäuse hervorragt. Die Vorrichtung wird durch die Oeffnungen f mit Oel gefüllt und durch Stellen des Ventiles c kann jede gewünschte Schmierfähigkeit erzielt werden. Die Schraube wird vor dem Einsetzen etwas aus einander gebogen und verhindert in Folge der durch die Federkraft erzielten Reibung ein selbsttätiges Drehen des Ventiles. Der Glasstreifen k am Gehäuse läſst den Oelstand erkennen.

Die selbstthätige Schmiervorrichtung für Schieber und Kolben an Dampfmaschinen von Heinr. Keſsler in Oberlahnstein a. Rh. (* D. R. P. Nr. 13199 vom 6. August 1880 und Zusatz * Nr. 13225 vom 17. September 1880)