Text-Bild-Ansicht Band 236

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Achse unabhängig bewegt werden können. R ist mit Papier bewickelt, berührt daher c mit dessen äussersten Schicht; r hingegen ist leer und greift daher an c direct an. Damit nun die Berührung dieser drei Elemente eine recht innige werde, schliessen die Lagerplatten L und l unter Einwirkung zu beiden Seiten angebrachter Federn f derartig, dass die gemeinschaftliche Achse D und jene von c das Bestreben zeigen, sich von einander zu entfernen. Dreht sich jetzt c im Sinne des in Fig. 2 gezeichneten Pfeiles, so nehmen R und r ebenfalls die durch Pfeile angedeutete Drehungsrichtung an. Windet R bei dieser Bewegung Papier ab und schlägt man das freie Ende des Bandes um c zurück, d. i. zwischen r und c hindurch, unter der Annahme, es hafte dasselbe an der Mantelfläche von r fest an, so ist zu erkennen, dass das Abwinden bezieh. Aufwinden des Papierbandes ohne Störung bei von dem Cylinder c abhängiger Geschwindigkeit vor sich geht, weil jedwedes Zerren oder Dehnen bei dieser Einrichtung gänzlich vermieden ist.

Daraus ist zu ersehen, wie wenig Gefahr es mit der Benutzung breiter und langer Papierstreifen für solche Zwecke hat, und wie wenig genau die so sehr gefürchtete Parallellagerung derartiger Papiercylinder unbeschadet des sicheren Verlaufes der Operation sein muss, trotz ungleicher Papierdicke, wenn nur c in so fern cylindrisch ist, als dies das äussere Ansehen sowie reine Arbeit bedingen. Die Verbindung beider Lagerflügel L und l gestattet deren freies Herabnehmen von D, sobald durch Anziehen der Flügelschraube S der von der Feder f verursachte Druck aufgehoben ist, d.h. wenn die Schere offen gehalten wird. Diese Einrichtung bezweckt lediglich das bequeme Entfernen der Papierrolle nach Beendigung des Versuches sowie das Aufschieben derselben auf R vor Beginn. Hierzu sind die Cylinder R und r aus je zwei in einander geschobenen Messingrohren hergestellt, deren vorstehende Enden mit Flanschen und deren Mantelflächen mit Schlitzen derart versehen sind (vgl. Fig. 3), dass das innere Ende der auf das grössere Rohr e aufgeschobenen Papierrolle durch dessen Schlitz in das Innere ragt, um nach Aufschieben des kleinen Rohres g und nachheriges Drehen nach links auf die in Fig. 3 angegebene Weise festgehalten wird. Das freie Ende des Bandes schlingt man um e herum nach r, um es hier in gleicher Weise festzuhalten; schliesslich kommt die Schere Ll wieder an ihren Ort, worauf durch Lüften der Schraube S die Feder f zur Wirkung gelangt.

Die Bewegung des Maschinenkolbens überträgt das unterhalb A an der Achse c befindliche Kegelrad d in Verbindung mit dem an dieser Stelle als drittes Glied des Instrumentes eingeschalteten, in Fig. 1 im Schnitt dargestellten Uebertrager, dessen Grundplatte B zur Beherrschung des Raumes um l beliebig gedreht und mittels der Schraube s (Fig. 2) an A fest gehalten werden kann. Weil jedoch die Länge der Abscisse