Text-Bild-Ansicht Band 236

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des Diagrammes lediglich vom Uebersetzungsverhältniss der beiden Kegelräder d und b abhängt, ist der Uebertrager auf B so zu verschieben, dass d verschiedene Durchmesser annehmen kann, sohin die entsprechende Grösse der dem Instrumente beigegebenen 4 Rädchen für die Operation jeweilig zu wählen ist. Die Länge der zwischen Indicator und Kreuzkopf o. dgl. zur Bewegungsübertragung in Verwendung stehenden Schnur beträgt um die Trommel T geschlungen genau 5m und wird durch ein Röllchen ρ in gewindeartigen Nuthen so geführt, dass sie jederzeit straff auf T gewunden wird. Diese Ausrüstung ist um so nothwendiger, als der Trommeldurchmesser zur Hubhöhe solcher Maschinen ungemein klein erscheint, so dass die nöthige Anzahl Windungen bei allfälligem Ausreissen der Schnur Zeitverlust und Schwierigkeiten im Aufwinden von Hand verursacht. Hierbei wirkt die Trommel T auf den Schreibapparat sowohl, als auch auf die Feder F mittels der Welle w bezieh. der Räder b und d, und es ist aus Fig. 1 zu entnehmen, dass hierbei in Folge der von letzterem durch Einschaltung des todten Gliedes o der Trommel u eine Bewegung ertheilt wird, welche die daran befestigte Feder F bei vollkommener Unbeweglichkeit von m anzieht, sobald die Schnur von T abläuft. Der Bügel K schwingt gleichfalls um w und wird durch zweimaliges Umschlagen der Schnur um u in die entsprechende Lage gebracht, um vermöge der Schraube v in dieser Stellung fest gehalten zu werden, was um so nothwendiger ist, als bei allfälligem Reissen derselben ein Herumschlagen von K und ρ vermieden werden muss. Beide Glieder, denen A als Grundplatte dient, sind durch diese mittels einer aufgeschlitzten und mit Klemmschraube q versehenen Hülse drehbar mit Z verbunden. Abweichend von den gewöhnlichen Indicatoren ist die zur Messung des Dampfdruckes bestimmte Einrichtung, welche das Princip des Mariotte'schen Gesetzes zur Grundlage hat. So viel Bedenken ich gegen diese Abweichung anfangs trug und wie sehr deren Unzulänglichkeit durch die Eigenschaften permanenter Gase bestärkt erscheint, wagte ich diesen Versuch dennoch, um zu sehen, in wie fern die Anwendung von Stahlfedern, deren Wirkung ebenfalls durch Wärmeeinfluss, Massenträgheit, Elasticitätsvermögen u. dgl. beeinflusst wird, beim Indicator umgangen werden könnte. Ob das Diagramm hierbei ebenfalls eine „pseudoadiabatische Curve“ begrenzt oder der Wahrheit näher liegt, mag dahin gestellt sein, denn die Bewegung der Massen selbst und der Widerstand des mit aller Sorgfalt beobachteten Schreibstiftes treten sicherlich gegen die Nachtheile der über dem Indicatorkolben üblichen, fast mikroskopischen Luftkanäle gänzlich zurück. Der Hub des Kolbens J beträgt genau 20mm, das Hebelverhältniss am Schreibhebel ist ¼ und der Abstand zwischen Kolben und Cylinderdecke Z (Fig. 1) 40mm. Die in Z eingeschlossene Luftmenge wird daher beim höchsten Stand des Kolbens auf die Hälfte verdichtet, in