Text-Bild-Ansicht Band 236

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hierbei das Rad B und in Folge dessen den Garnbaum A stets so zu drehen, dass die nöthige Kettengarnspannung entsteht. Beim Weben wickelt sich das Garn von A ab und wird die Schnecke C gehoben, was bei einer gewissen Steigung natürlich dazu führen muss, dass der Eingriff von C und B aufhört; letzteren stellt ein kleiner Apparat selbstthätig immer wieder her.

Von der Hauptwelle des Webstuhles erhalten durch einen Schnurentrieb die Rolle I, die Schnecke K und das Schraubenrad K1, ununterbrochen Drehung. Mit K1, ist eine Daumenscheibe L und mit der Achse der Schnecke C eine ähnlich geformte Scheibe H verbunden; die Knaggen dieser Scheiben wirken gegen einander, sobald C und dadurch H hoch gestellt sind, und die Folge davon ist eine Rückwärtsdrehung von H und C, also eine Senkung dieser Theile, so dass der richtige Eingriff von C und B wieder herbeigeführt wird. Der Patentinhaber (* D. R. P. Nr. 7965 vom 4. April 1879) gibt ausserdem noch einige andere Antriebsweisen der Schneckenwelle an; so ersetzt er die Scheibe H durch ein Sperrrad und lässt dieses durch Excenter und Schaltwerk rückwärts arbeiten.

Messerwendeapparat an Jacquardmaschinen.

Mit Abbildungen auf Tafel 5.

Die Wendung der Messer erfolgt nach F. Paatz in Berlin (* D. R. P. Nr. 7814 vom 23. April 1879) zu beliebiger Zeit, am Ende des Schussrapportes, also nicht wie bisher, bei jedem Schuss. Entsprechend geschlagene Karten führen dies herbei, indem zwei Nadeln bei m (Fig. 12 und 13 Taf. 5) zurückgedrückt und dadurch die Stifte k1, und k2 zurückgestellt werden. Senkt sich hierbei der Messerkasten, so erfolgt keine Messerwendung. War hingegen die Karte für eine der in Rede stehenden Nadeln gelocht, so bleibt k1, oder k2 vorgeneigt. Im Falle k1 bei dem Niedergange des Messers gegen den unteren Arm des Winkelhebels f stösst, hebt sich derselbe und schiebt durch den oberen Schenkel die Schiene c mit den Ausschnitten i nach rechts. Die Messer e folgen dieser Bewegung und wenden sich nach der anderen Seite. Gleichzeitig erhalten die anderen zwischenliegenden Messer d ihre entgegengesetzte Bewegung dadurch, dass ein zweiarmiger Hebel b2 b, welcher bei b1 drehbar angebracht ist, die Schiene a, entgegen dem Druck der Feder n, nach links bewegt. Am Ende der Messerwendung fällt die durch eine Feder h niedergedrückte Klinke g in einen Ausschnitt der Schiene c und hält sie fest. Soll eine entgegengesetzte Wendung der Messer erfolgen, so stösst die Nadel des