Text-Bild-Ansicht Band 236

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Der frei auf E schwingende Balancier I ist an Grösse H gleich; mit seinem rechten Ende steht er durch eine Pleuelstange P1 in Zusammenhang mit dem Krummzapfen G der Kurbelscheibe H, mit seinem anderen Ende bewegt er den Kolben einer Pumpe O. Die Kurbeln F1 und G sind um etwa 60° gegen einander versetzt.

Die Zeichnungen stellen die Kolben C und C1 in ihrer Mittelstellung dar; der Verdränger D hat darin, der Versetzung der Kurbelzapfen F1 und G entsprechend, fast seinen niedrigsten, D1 fast seinen höchsten Stand erreicht.

Für die wünschenswerthe Erneuerung des Kühlwassers ist die Plungerpumpe O vorgesehen, welche vom Balancier I aus in Bewegung gesetzt wird und durch eine an den Stutzen e angeschlossene Rohrleitung kaltes Wasser ansaugt und durch Rohre f, f1 und f2 in das Innere der Blechmäntel B, B1 einführt. Das gebrauchte Wasser fliesst aus letzteren durch eine mit den Stutzen g, g1 verbundene Rohrleitung ab.

An den mit b, b1 bezeichneten Stellen sind an jedem Kessel nach innen aufschlagende Ventile angebracht; diese stehen durch Rohre c und c1 mit einem Kessel L in Verbindung, welcher verdichtete Luft enthält. Sobald der Druck der Luft in den Kesseln A und A1 geringer als jener im Vorrathskessel L wird, strömt Luft von letzterem nach den ersteren über. M ist eine durch die Schubstange N vom Balancier H in Bewegung gesetzte Luftpumpe, welche die Zufuhr von Luft in den Windkessel L, bezieh. die Erhaltung eines unveränderlichen Druckes in demselben bewirkt.

In die Rohrleitungen c, c1 sind bei d, d1 Hähne eingeschaltet, welche man während des Stillstandes der Maschine schliessen kann und deren man sich bei Ingangsetzung der Maschine in folgender Weise bedient: Man öffnet den Hahn d und setzt dadurch den Windkessel L in Verbindung mit dem Kessel A1. Hat die Kurbelwelle ihre erste halbe Umdrehung gemacht, so öffnet man den Hahn d und hat damit die Maschine in betriebsfähigen Zustand versetzt. Soll mit Luft von gewöhnlicher Atmosphärenspannung gearbeitet werden, so nimmt man die Rohre c und c1 weg und hängt die Schubstange N aus.

Auf originelle Art wird die Regulirung bewirkt. Beide Kessel A und A1 stehen durch ein Rohr x in Verbindung. Je nach der Stellung des in diesen eingeschalteten Hahnes a können die Innenräume beider Kessel mit einander verbunden oder von einander getrennt werden. Bei geschlossenem Hahn a arbeitet die Maschine so, wie oben erläutert wurde; dabei ist sie zu voller Kraftäusserung befähigt. Oeffnet man hingegen den Hahn a ganz, setzt demnach die oberen Theile der Kessel A und A1 in Verbindung, so tritt die in dem einen Kessel sich ausdehnende Luft gleichzeitig auch in den anderen Kessel über und leistet dem hier abwärts gehenden Kolben einen Widerstand, durch