Text-Bild-Ansicht Band 236

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befindliche erwärmte Wasser steigt auf und strömt durch den Cylinder b nach a1 zurück. Eine zweite Wassercirculation findet durch die Stutzen g, g1 und den Dampfsammler statt, und zwar von a durch g nach oben, durch g1 nach a1 herunter.

Die Reinigung des Kessels wird, mit Ausnahme der Zwischenräume zwischen den Röhren c und d, durch das Mannloch l ausgeführt. Nach Oeffnung der Thür i und nach Abnahme des Mannlochdeckels l steigt der Arbeiter in den Cylinder b, von wo er zwischen den dünnen Röhren d hindurch die Wände der Cylinder a, a, berühren und sowohl die Röhren d, so weit sie nicht von den Röhren c umschlossen sind, als auch alle andern Kesseltheile reinigen kann. Die Zwischenräume zwischen c und d, in denen der Wasserströmung wegen lose Stoffe sich nicht ablagern können, werden nur selten zu reinigen sein. Sobald sich dies jedoch als nothwendig herausstellt, hat man vom Fuchse aus die Metallmutter e loszuschrauben und die Röhren d nach vorn durch die Thür i herauszuziehen. Es lassen sich alsdann die Röhren c im Innern und die Röhren d aussen bequem und gründlich reinigen. Auch das Ersetzen schadhafter Röhren c ist nach Entfernung der Röhren d von a1 aus leicht zu bewerkstelligen.

Die Skizzen veranschaulichen einen Kessel von 75qm Heizfläche in 1/80 n. Gr.

S.

Verticaler Kessel, System Smith.

Mit Abbildungen auf Tafel 9.

Der nach Engineer, 1879 Bd. 48 S. 24 und Engineering, 1879 Bd. 28 S. 69 in Fig. 6 bis 8 Taf. 9 abgebildete, von Greenwell, Tyndall und Comp. in London gebaute stehende Kessel ist nach dem bekannten Field'schen System construirt und hat nur in so fern eine Aenderung erfahren, dass man so zu sagen zwei einfache Field'sche Kessel auf einander setzte und in gehöriger Weise mit einander zu einem Ganzen vereinigte. Die Ausführung dieses Planes erfolgte zu dem Zwecke, für grössere Maschinen die nöthige Menge Dampf schaffen zu können, wie dies mit den Field'schen Kesseln nicht zu erreichen war, da dieselben sonst zu grosse Dimensionen angenommen haben würden.

Der neue Kessel theilt mit den eben erwähnten den grossen Vortheil, bei seinen verhältnissmässig geringen Grössenverhältnissen eine sehr grosse Heizfläche zu besitzen und dem entsprechend eine schnelle Dampferzeugung zuzulassen. Ob durch das Aufsetzen einer gusseisernen durchlöcherten Kappe K, in Verbindung mit dem inneren Rohre stehend, eine dem grösseren Kostenaufwande entsprechende vollständigere Circulation des Wassers im Kessel geschaffen wird, wie es bei der einfacheren