Text-Bild-Ansicht Band 236

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Rundung der an einander stehenden Kapselstösse von selber bilden, vollständig, der Flamme den Weg nach abwärts zu gestatten.

Borchand in Berlin (* D. R. P. Nr. 2871 vom 11. Januar 1878) mischt zur Herstellung unschmelzbarer Kapseln zum Brennen von Porzellan 100 Th. Sand, 5 Th. Gyps und 4 Th. Dolomit, bringt die Masse in Formen, presst und brennt bei Weissglühhitze.

Zur Herstellung und Verwendung von Leuchtgas.

(Fortsetzung des Berichtes von S. 42 dieses Bandes.)

Mit Abbildungen auf Tafel 16.

Herstellung und Reinigung des Leuchtgases. W. Young in Clippens, Schottland (* D. R. P. Nr. 5515 vom 20. August 1878) macht verschiedene Vorschläge zur Beseitigung der Pulsschlag ähnlichen Bewegung der innerhalb der Retorte befindlichen Destillationsproducte, welche durch das blasenförmige Austreten der Gase aus der Hydraulik verursacht wird und eine besondere Ablagerung von Kohlenstoff an der inneren Fläche der Retortenwände hervorbringt.

Das mit der Retorte verbundene Abzugsrohr A (Fig. 17 Taf. 16) ist mit dem Einlaufrohr B und der Hydraulik C einer Gasanstalt verbunden. Der Rohrstutzen D enthält ein hutförmiges Ventil F, von welchem Fig. 18 einen vergrösserten Durchschnitt, Fig. 19 aber eine Ansicht zeigt. Das Ventil ist auf einer Führungsstange f befestigt, welche in einer langen Führung e läuft. Ueber den gut abgedrehten Ventilsitz d ist ein concentrischer Ring G gesteckt, welcher, grösser als der äussere Durchmesser von d, über die Ventilöffnung vorsteht und mit unterhalb der Fläche des Ventilsitzes anfangenden Durchbohrungen g versehen ist. Der Deckel des Ventilgehäuses trägt Vorsprünge b, welche das Ventil F hindern, sich höher zu heben, als die obere Fläche des umschliessenden Ringes G ist.

Die von der Retorte kommenden Destillationsproducte drücken nun gegen die Innenseite des Ventiles F, sowie auch auf das Wasser in dem Eintauchrohr; das Ventil hebt sich in Folge dessen, so dass die Rohgase und Theere in Form eines dünnen Strahles über den Ventilsitz entweichen und gegen den Ring G strömen. Die russigen und theerigen Stoffe werden dadurch abgesetzt, während das Gas durch die Oeffnungen g und das Ergänzungsrohr E in die Hydraulik C entweicht. Sobald die Gasbildung aufhört, fällt das Ventil F nieder und verhindert so in selbstthätiger Weise eine Rückströmung des Gases in die Retorte.

Ein derartiges Ventil kann auch an dem oberen Theil des Abzugsrohres A angebracht werden, wie Fig. 20 und 21 Taf. 16 zeigen. Das