Text-Bild-Ansicht Band 236

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ausfällt, so ergibt sich für alle endlichen Werthe von b:

als die dem grössten Effecte entsprechende Geschwindigkeit. Mit den in obiger Tabelle verwendeten drei Gruppen von verschiedenen Annahmen folgt hieraus beziehentlich: v = 33, 28 oder 25m. Es erscheint daher nicht zweckmässig, über diese Beträge der Geschwindigkeit hinauszugehen, und diesfalls kann bei gutem, ja selbst bei mittelgutem Riemenmateriale gemäss obiger Tabelle der Coefficient

_2 oder C unabhängig von der Geschwindigkeit berechnet oder angenommen werden.

Jedoch ist hiermit keineswegs gesagt, dass diese letztgenannten Geschwindigkeiten in allen Fällen oder auch nur für irgend einen Sonderfall die zweckmässigsten oder solche seien, welche den zweckmässigsten Dimensionen des Riementriebes entsprechen. Vielmehr müssen die letztgenannten Dimensionen, welchen überdies ein zweckmässigster

Betrag für den Quotienten

und nicht etwa der in den obigen Berechnungen beispielsweise hierfür angenommene Werth angehört, mittels völlig anders gearteter, als hier durchgeführter, Berechnungen festgestellt werden.

Solche, schon für viele anderen Maschinerien von mir angestellten Berechnungen sind auf den Gedankengang zu gründen, dass eine gewisse Pferdestärke N bei einer gewissen Umdrehungsgeschwindigkeit n mit einem Minimum von Jahresausgaben zu übertragen sei, welche sich aus den Herstellungskosten entsprechenden Jahreszinsen und den für die Betriebskosten der Maschinerie aufzuwendenden Jahresausgaben zusammensetzen. Einem später folgenden Artikel soll es vorbehalten bleiben, die Resultate solcher Berechnungen zu bringen, wobei auch die für diesen Gegenstand wichtige Frage von den Effectsverlusten der Riementriebe selbstverständlich erörtert werden wird. Hier sollte nur der Nachweis geliefert werden, dass die amerikanische Formel nicht etwa unter der Annahme einer unveränderlichen, sondern einer mit dem Halbmesser der Scheibe proportionalen Riemendicke begründet erscheint, und dass sie unter dieser Bedingung mit unserer alten europäischen Formel im Grunde genommen die gleiche Form hat.

Wenn daher der Riementrieb gemäss den verdienstvollen Berichten Radinger's eine bei weitem ausgedehntere Anwendung in Amerika als bei uns gefunden hat, so gründet sich diese Thatsache wohl weniger auf eine Verkehrtheit unserer bisherigen Berechnungsweise der Riemendimensionen, als auf den Umstand, dass zeither hier zu Lande die Fabrikation breiter und durchweg gleich elastischer Riemen nicht in solcher Vollkommenheit wie in Amerika ausgebildet war und dass demgemäss in unseren Lehrbüchern nur die Anwendung schmaler Riemen