Text-Bild-Ansicht Band 236

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C, also auch die Riemenbreite, einen Minimalwerth annimmt, weil diesfalls sowohl die Zugfestigkeit, als auch die Biegungsfestigkeit in gleichem Grade beansprucht wird.

Die entferntere Lage der neutralen Schicht von dem Seheibenumfange, entsprechend dem Werthe ε = 1 /2, begründet unter übrigens gleichen Umständen kleinere Coefficienten C, also auch schmälere Riemen. Innerhalb der Grenzen

bis 0,02 sind die Coefficienten C der für ε = 0 geltenden Tabelle fast sämmtlich kleiner als der amerikanische Coefficient, also als 20 bis 25. Diese Grenzen erweitern sich in der für ε = 1/2 und den gleichen Festigkeitsverhältnissen berechneten Tabelle noch bedeutend mehr. Man kann hieraus den Schluss ziehen, dass die amerikanischen Riemen eine Breite erhalten, welche für äusserst geringe Dicken, entsprechend dem Werthe
, genügt, und dass diese Breite in vielen Fällen unnöthig gross ist.

Die Annahme, dass dieses Uebermass von Breite im Interesse der Mitwirkung des Luftdruckes angeordnet werde, ist nicht zutreffend, weil im Gegentheil bei verstärkter Intensität des Luftdruckes, entsprechend einer Vergrösserung des Coefficienten k, die Riemen gemäss Formel (23) und (32) schmäler gemacht werden könnten. Jedoch zeigen die letzten vier Horizontalrubriken der letzten Tabelle, dass bei gewissen, keineswegs unwahrscheinlichen Festigkeits- und Elasticitätsverhältnissen der numerische Werth des amerikanischen Coefficienten C sich vollständig genau innerhalb ziemlich weit für

angenommener Grenzen mit den hier aufgestellten Formeln berechnen lässt.

Gleichzeitig lässt sich erkennen, wie gering der von der Mitwirkung des Luftdruckes und von der Verschiedenheit in der Berechnungsweise dieses Luftdruckes herrührende Einfluss auf die Grösse des Coefficienten C ist, und in welchem hohen Masse dieser Coefficient fast nur von den Festigkeits- und auch Elasticitätsverhältnissen abhängt.

Die letzteren werden daher vorzugsweise Berücksichtigung finden müssen, so dass in einem gereifteren Zustande des Berechnungs- und Constructionsverfahrens nicht die amerikanische Formel, mit ihrem durchweg constanten Coefficienten C, oder die alte europäische benutzt werden wird, sondern die genaueren Formeln (32) oder (33), bezieh. (20), (22) oder (29) und (30) zur Anwendung gelangen werden, selbstverständlich aber unter Einführung genau für jede Materialsorte ermittelter Werthe von

und E und eines bestimmten Werthes von
.