Text-Bild-Ansicht Band 236

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Arbeit die Spiralfeder ihre volle Ausdehnung erlangt, so dass sie nicht weiter zu wirken vermag, so erfolgt nach Einsetzung des unteren Bolzens und Herausnehmen des Bolzens p eine neue Federspannung, erforderlichen Falls eine Verlängerung des Bohrgestänges, worauf das Bohren von Neuem beginnt. Behufs Einhaltung der Bohrlochsrichtung findet sich unterhalb des Bohrkopfes ein Gleitring u und werden von Zeit zu Zeit mit dem Gestänge Reiter x vom Durchmesser des Bohrloches verbunden.

Bei Rosenkranz's Apparat (Fig. 8 bis 10 Taf. 19) erfolgt die erforderliche Einstellung des Bohrers dadurch, dass die Zapfen z in den Quadranten Q bewegt und durch Lösen bezieh. Anziehen der Muttern m, m1 in jeder beliebigen Lage befestigt werden können. Da eine Kette von der Nase l hinweg über die Rollen D und L bis auf die mit Sperrwerk s versehene Rolle w läuft, so ist ersichtlich, dass wenn w in der umgekehrten Pfeilrichtung angezogen, also der Flaschenzug in Thätigkeit gesetzt wird, die aufsteigende Rolle D die bewegliche Büchse B in dem feststehenden Cylinder A so lange hebt und dadurch gleichzeitig die Feder spannt, bis ein Stift, welcher gewissermassen die Fortsetzung des Bohrgestänges c auf der unteren Seite des Kolbens E bildet, sich auf den Büchsenboden aufsetzt. Durch Drehen des Bohrers, dessen Querschnitt in Fig. 10 dargestellt ist, schreitet unter dem nach oben wirkenden Drucke der Spiralfeder nunmehr die Arbeit vorwärts, bis der Kolben E seinen durch den Ring b begrenzten höchsten Stand erreicht hat, worauf ein neues Spannen der Feder, bezieh. ein Verlängern des Bohrgestänges zu erfolgen hat.

S–l.

Schürmann's Neuerungen an Papierkalandern.

Mit Abbildungen auf Tafel 19.

W. R. Schürmann in Düsseldorf (* D. R. P. Kl. 8 Nr. 6584 vom 3. Dec. 1878) hat an den Kalandern mit über einander liegenden Walzen einige beachtenswerthe Verbesserungen angebracht. Fig. 11 Taf. 19 zeigt den oberen Theil des Gestelles. Die Lagerkörper a1, a2 sind nach Fig. 12 im Gestell geführt; durch sämmtliche Lagerkörper mit Ausnahme des obersten (a1) geht eine kräftige Schraube b hindurch, welche unterhalb jedes Lagers eine Mutter trägt, mit deren Hilfe man jede Walze aufheben kann. Um das Einlegen und Herausnehmen der Walzen zu erleichtern, ist die Winde nicht mehr senkrecht über den Walzen angebracht, sondern etwas rückwärts am Gestell bei W, wodurch die vorstehenden Zapfen der oberen Walzen nicht mehr oder nur sehr wenig hinderlich sind. Jeder Walzenzapfen erhält eine eingedrehte Nuth zum Einlegen des Seiles. Zwischen den Bund der Druckschraube d