Text-Bild-Ansicht Band 236

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Beim Brennen von Lampenschirmen aus Porzellan verwendet L. Herrmann in Ingenheim (* D. R. P. Kl. 80 Nr. 6772 vom 29. Januar 1879) für die mit erhabenen Lichtbildern versehenen Lampenschirme besonders gestaltete Träger. Der in Fig. 7 und 8 Taf. 23 dargestellte, für conische Schirme bestimmte Träger ist auf seiner Oberfläche gerieft und liegt der Schirm beim Brennen vollständig auf. Fig. 9 zeigt mehrere zum Brennen fertig aufgebaute Schirme mit Träger a und Kapseln b. Fig. 10 und 11 zeigen in zwei Schnitten einen aus mehreren Theilen zusammengesetzten Träger für nicht conische Formen. Der Träger besteht hier aus vier Theilen f, welche auf einer Platte g aufgebaut und durch einen Knopf h zusammengehalten werden. Die Oberfläche der Form ist entweder glatt oder gerieft, je nachdem die Masse der zu brennenden Schirme es erfordert. Die Träger f werden zuerst auf der Platte nach der Mitte hin zusammengestellt, so dass man den Schirm x hinüberschieben kann; ist dies geschehen, so bringt man den mittleren Kern h hinein, der mit seinem Falze i die oberen Kanten der Trägertheile f fasst, während der Ring n die Träger unten aus einander hält.

Der Muffelofen zum Einbrennen von Porzellanfarben von W. Leupold in Altwasser, Schlesien (* D. R. P. Kl. 80 Nr. 4254 vom 18. Juli 1878) ist in Fig. 12 und 13 Taf. 23 dargestellt. Auf drei über dem Rost A eingemauerten Brücken B aus Chamotte liegt eine regelmässig durchlöcherte Chamotteplatte C von ⊔-förmigem Querschnitt. In diese wird die aus Eisenblech hergestellte Muffel E auf kleine Chamottestützen eingesetzt, so dass ein Durchbiegen der gefüllten Muffel nicht stattfinden kann. Das bemalte Porzellan wird von vorn eingebracht und die Muffel durch eine Chamotteplatte K geschlossen, welche mit Thon rund um die Muffelöffnung verschmiert wird. Bei der Heizung bricht sich die Flamme des Steinkohlenfeuers an der Platte C, tritt durch die Löcher unter den Boden und an die Seitenwände der Muffel und erzeugt durch ihre Vertheilung ein sehr gleichmässiges Glühen der Muffel. Die heissen Gase entweichen durch die Züge F und den Fuchs G in den gemeinsamen Schornstein.

Zur Kenntniss des Cementes.

(Fortsetzung des Berichtes S. 160 Bd. 234.)

Verhandlungen der Generalversammlung des Vereines deutscher Cementfabrikanten.1)

Die im J. 1877 zu Stande gekommenen Normen für einheitliche Lieferung und Prüfung von Portlandcement, welche bekanntlich inzwischen

1)

Auf der am 5. und 6. Februar 1880 stattgehabten Versammlung unter dem Vorsitz von Dr. Delbrück in Züllchow waren 18 deutsche Cementfabriken vertreten.