Text-Bild-Ansicht Band 236

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um das Entweichen der Destillationsproducte zu hindern. – Nach einem weiteren Patent (* D. R. P. Kl. 40 Nr. 8121 vom 2. Jul 1879) mündet der mit der Muffel verbundene untere Theil der Vorlage a (Fig. 16 Taf. 23), dessen vordere Oeffnung durch einen nur mit einer Spuröffnung versehenen Vorsetzer m verschlossen wird, durch die Mündung b in das Aufsatzstück k, welches durch eine in der Vorderwand belassene geräumige Oeffnung zugänglich gemacht ist, während sich unter der Decke d die Abzugsöffnung c befindet. Zu dem vor Beginn der Destillation erforderlichen Verschluss der in der Vorderwand von k gelassenen Zugangsöffnung ist der mit der Spuröffnung i versehene Vorsetzer e bestimmt. Das durch die Oeffnung c mit dem Aufsatz k verbundene Ansatzstück l hat eine Abzugsöffnung g mit dem verschiebbaren Deckel h, dessen Rohransatz den Ballon o stützt.

Nach erfolgter Beschickung wird nun zunächst der untere Theil der Vorlage mit dem Vorsetzer m geschlossen, der Condensator k durch den Vorsetzer l, während die Ballons erst dann aufgesetzt werden, wenn die Wasserdämpfe der Beschickung entwichen sind. Nach beendeter Destillation wird das Zink in gewohnter Weise abgelassen, nachdem vorher der Condensator k und dessen Anschluss gereinigt und dabei das dort noch an den Wänden haftende Zink in den unteren Theil a abgestreift worden ist.

Kosmann in Königshütte (vgl. 1880 235 281. * D. R. P. Kl. 40 Zusatz Nr. 8349 vom 3. Juli 1879) hat jetzt auf dem mit einem Luftsauger zur Entfernung der Zinkdämpfe verbundenen Hauptrohr R (Fig. 17 Taf. 23) entsprechend der Anzahl und der Lage der Zinkdestillirvorlagen je einen Stutzen k aufgesetzt, der in ein Rohr r mündet. Die Verbindung zwischen diesen beiden kann durch den in einem Schieberkasten beweglichen Schieber hergestellt oder unterbrochen werden. Das Rohr v bewirkt die luftdichte Verbindung des Rohres r mit dem Ballon B, welcher sich an die Vorlage V anschliesst. Je zwei der Vorlagen V sind mittels der Stutzen h mit einem Tiegel T verbunden, in welchem sich das condensirte Zink ansammelt.

Die Zusammensetzung der bei der Zinkdestillation entwickelten Gase soll später besprochen werden.

F.

Neuerungen an elektrischen Lampen (Patentklasse 21).

Aehnlich wie Stewart (1880 235 319) will auch Martin Franz in Berlin (* D. R. P. Nr. 8316 vom 20. April 1879) eine Theilung des elektrischen Lichtes dadurch erreichen, dass er durch einen eigenthümlichen Vertheiler die Ströme in rascher Folge abwechselnd mehreren Lampen zuführt; das ungleichmässige Abbrennen der Kohlenstifte wird dadurch verhütet, dass ihnen abwechselnd positive und negative Ströme zugeführt werden.