Text-Bild-Ansicht Band 236

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Proell'schen Regulator (vgl. * 1878 227 13), in dessen Hülse die den Stellkeil tragende Regulirstange geführt ist, abhängig. Die Hülse hat oben einen dem Kugelausschlag angepassten Schlitz; durch diesen ist ein Querstück gesteckt, welches, auf der Belastungsurne befestigt, als Träger der Regulirstange dient. Schliesslich ist oberhalb des Querstückes auf die Regulirstange ein kleiner, mit Labyrinthenliderung versehener Kolben aufgeschraubt und in einem Luftcylinder geführt, um die Wirkung des Regulators zu begünstigen. Den Ausschlag des Regulators und gleichzeitig die Minimalfüllung, begrenzt die in den Deckel des Luftcylinders gesetzte Kopfschraube.

Wie erwähnt, vertritt das Expansionsventil zugleich das Absperrventil. Zur Erreichung dieses Zweckes ist noch eine geeignete Absperrvorrichtung angebracht, welche durch zwei Griffräder bethätigt wird. Hierzu gehört zunächst der am Ständer angelenkte obere Winkelhebel R; derselbe greift mit dem Auge des horizontalen Hebelarmes in den geschlitzten Stellkeil, während sich der herabhängende Hebelarm gegen die mit dem Griffrad P versehene Stellschraube anlegt. Eine analoge Vorrichtung dient zum Anlassen und wird durch das untere Griffrad bewerkstelligt.

Soll also die Maschine in Gang gesetzt werden, so wird die obere Stellschraube zurückgedreht, der Stellkeil senkt sich und eine der Klinken tritt in Eingriff mit ihrem Gleitstück C; zugleich wird die untere Stellschraube angezogen, der auf sie drückende Winkelhebel erfasst die Ventilstange und öffnet das Ventil, die Maschine kommt in Bewegung und nach dem ersten Hub tritt die Steuerung in Thätigkeit. Nun werden beide Griffräder einige Mal zurückgedreht, das Ventil gelangt zum Aufsitzen und die Steuerung kann ohne jedes Hinderniss wirken.

Das Abstellen der Maschine geschieht selbstredend in umgekehrter Weise.

Fig. 5 seigt die Anwendung des Apparates auf Corlissmaschinen; hier sind die Federn unter den Gleitstücken C in Wegfall gekommen und durch die an die Hebel der Steuerhähne angehängten Gegengewichte a, b ersetzt.

Die Theorie des Apparates ist in unserer Quelle, Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure, 1879 S. 389 ff., gegeben.

G. H.

Rowan's Patent-Kolben.

Mit einer Abbildung auf Tafel 25.

Der Engineer, 1880 Bd. 49 S. 235 bringt die Skizze eines von dem Maschinenfabrikanten Rowan in Belfast patentirten Dampfkolbens, der