Text-Bild-Ansicht Band 236

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sich von den sogenannten schwedischen Kolben mit selbstspannenden Ringen dadurch unterscheidet, dass zwischen den beiden Ringen eine gewellte Stahlplatte (in Fig. 6 Taf. 25 ausser Verhältniss gezeichnet) eingefügt wird. Diese Platte hält die Spannringe fest gegen die Endflächen des Kolbenkörpers gepresst und verhindert so das störende Ausschlagen derselben.

Fr.

Locomobilkessel von J. Blake in Manchester.

Mit Abbildungen auf Tafel 25.

Der von J. Blake in Manchester gebaute Locomobilkessel weicht in der Anordnung der Feuerkiste, wie aus den Skizzen Fig. 7 bis 10 Taf. 25 zu ersehen ist, vollständig von der älteren Construction ab. Der untere Theil zur Aufnahme der Roststäbe bis zur Höhe der Feuerthür ist cylindrisch gehalten, während der obere halbcylindrisch geformt ist, da zur Aufnahme der Feuerröhren eine ebene Wand geschaffen werden musste. Der Uebergang aus der einen Gestalt der Feuerbüchse in die andere ist ziemlich einfach zu bilden, so dass die Herstellungskosten nicht erheblich höher sich stellen werden, wie die ältere Construction sie erfordert. Es fragt sich nur, ob bei den verschieden auftretenden Spannungen in den Wandungen der Feuerbüchse, eine Folge der nach sehr wechselnden Krümmungshalbmessern gebogenen Bleche, nicht bald nach der Inbetriebnahme des Kessels sich Undichtigkeiten zeigen, wenn auch die fehlende Verankerung ein freies Ausdehnen der Bleche bezwecken soll. Wenn diese Befürchtung sich als unrichtig erweisen sollte, so dürfte der Wegfall der Stehbolzen und Anker als ein wesentlicher Vortheil bei diesen Kesseln bezeichnet werden. Ein geringer Nachtheil mag in der verschiedenen Grösse der Roststäbe liegen, da das Auswechseln derselben dadurch erschwert wird.

Eine kleine Tabelle über die Dimensionen dieser Blake'schen Kessel findet sich in der Revue industrielle, 1879 S. 511.

A. B.

Clayton und Shuttleworth's Auswaschdeckel für Locomobilen.

Mit Abbildungen auf Tafel 25.

Der Versehluss der Auswaschlöcher bei den Feuerbüchsen der Locomobil- und Locomotivkessel geschieht im Allgemeinen durch conische Metallschrauben oder nach Art der gewöhnlichen Mannlochverschlüsse durch ovale Deckel, welche mit zwischengelegter Dichtung durch Schraube