Text-Bild-Ansicht Band 236

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solcher Weise, dass die Flächen genau eben abgerichtet werden und zum Poliren keiner weiteren Bearbeitung bedürfen.

Die Blöcke oder Platten S werden auf einem Schlitten oder Wagen e unter der horizontal oder vertical rotirenden Welle F durchgeführt. Auf dieser Welle ist eine Planscheibe a befestigt, deren Arbeitsfläche mit leicht auszuwechselnden Schmirgelsegmenten besetzt ist. Die Welle F ist in dem Rahmen b gelagert, welcher sich an den Säulen c mittels der Schraubenspindeln i durch die Welle h richtig einstellen lässt. Der Wagen e läuft mit Schienen auf Führungsrollen und erhält seine Vorwärts- und Rückwärtsbewegung durch ein Getriebe f, welches mit der Riemenscheibe g auf einer Welle d sitzt.

Bigge's Instrument zur Bestimmung der Durchmesser und Mittelpunkte von Kreisen.

Mit Abbildungen auf Tafel 28.

Auf die bekannten Lehrsätze der Geometrie, dass die über dem Durchmesser eines Kreises beschriebenen Peripheriewinkel rechte Winkel sind und dass parallele Linien die Eigenschaft haben, von einem Punkte ausgehende Grade proportional zu theilen, hat Karl L. C. Bigge in Ehrenfeld bei Köln (* D. R. P. Kl. 42 Nr. 6188 vom 25. Januar 1879) ein einfaches Instrument zur Ermittelung der Durchmesser und Mittelpunkte gegebener Kreise gegründet. Dasselbe besteht aus einem Gelatinplättchen, in welches die rechtwinkligen Dreiecke bac und boo1 (Fig. 10 Taf. 28) eingeritzt sind, so dass bo1 = o1 c, also o der Mittelpunkt des um bac beschriebenen Kreises ist. Die Hypothenuse, bezieh. der Durchmesser ba hat eine Länge von 100mm, während die Seite bc 50mm lang gewählt ist. Zwischen denselben sind noch in Abstufungen von 5 zu 5mm abwärts andere Durchmesser aufgetragen und ihre Längen bei den Schnittpunkten mit den Parallelen ac und oo1 bemerkt. Legt man nun das Plättchen so auf einen Kreis, dass die Punkte b und c in denselben fallen, so gibt der den Schnittpunkt der Seite ac mit dem Kreis deckende Theilstrich auf jener den Durchmesser und der entsprechende Theilstrich auf oo1 den Mittelpunkt des Kreises an.

Für den Werkstättengebrauch erhält das Instrument die aus den Fig. 11 und 12 Taf. 28 ersichtliche Einrichtung. Es besteht dann aus einem hölzernen oder metallenen Winkel mit den nach dem eben erläuterten Princip hergestellten Theilungen an den parallelen Kanten des einen Schenkels und zwei ausschraubbaren Stahlnadeln, welche die beiden Punkte b und c bezeichnen.