Text-Bild-Ansicht Band 236

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Diese Bestimmung erfolgt:

1) Von – 65° bis + 12,5° bei Eingabe von flüssiger Kohlensäure in das Rohr cd. Der Schenkel ab wird mit Quecksilber gefüllt. Das Manometer ist von 0 (– 65°) bis 50at (12,5°) zu theilen.

2) Von – 10° bis + 100° bei Eingabe von Schwefligsäureanhydrid. Der Schenkel ab wird mit Quecksilber gefüllt. Das Manometer ist von 0 bis 20at zu theilen.

3) Von + 35° bis 120° bei Eingabe von wasserfreiem Aethyläther in das Rohr cd. Der Schenkel ab wird für den Fall, dass der Apparat in Räumen benutzt wird, deren Temperatur 20° überschreitet, mit Quecksilber gefüllt. Das Manometer ist von 0 bis 12at zu theilen.

4) Von 100° bis 226° bei Eingabe von destillirtem Wasser in die Rohrschenkel ab und cd. Das Manometer ist von 0 bis 25at zu theilen.

5) Von 216° bis 360° bei Eingabe von bei 210° siedenden schweren Petroleumölen (Tridecan C13H28, Siedepunkt 216°) in beide Rohrschenkel ab und cd. Das Manometer ist von 0 bis 50at getheilt.

6) Von 357° bis 780° bei Quecksilberfüllung.

Da die mit flüssiger Kohlensäure oder Aether gefüllten Instrumente in den Schenkeln ab unter der Manometerfeder mit Quecksilber gefüllt werden, dessen Ausfluss nach dem Schenkel ab verhindert werden muss, so befindet sich bei a (Fig. 11) eine Erweiterung, in welcher weissgar gegerbtes Leder l faltig aufgespannt ist und so das Quecksilber absperrt.

Die Eintheilung des Instrumentes geschieht mittels hydraulischer Druckmessung nach Atmosphären und Eintragen der dem Druck nach Regnault entsprechenden Temperatur des betreffenden Dampfes auf der Scale.

Die Art der Druckübertragung erläutert Fig. 12 und 13 Taf. 30. Die gusseiserne Unterlage des Zifferblattes EF ist vorn mit einem Rande versehen, in welchem die den Zeiger und das Zifferblatt deckende Glasscheibe liegt. Die hintere Seite ist mit 4 Füssen G bis K versehen, von welchen der eine den Federapparat trägt. Ausserdem ist die Platte mit einer gusseisernen Kapsel LM verbunden, welche zur Aufnahme der Bewegungsübertragung dient und zum Schütze derselben durch eine Blechplatte O verschlossen wird. In dem mit Fuss K verschraubten Bronzestück W wird eine mit der Zugstange R verbundene Bourdon'sche Feder PQ so eingelöthet, dass die mit einer Schraube S verschliessbare Oeffnung mit dem Innern der Feder in Verbindung steht. Um diese Schraube S herum befindet sich eine Erweiterung, welche mit der cylindrischen Oeffnung T in Verbindung steht, die ebenfalls durch eine Schraube verschlossen werden kann, in welche aber auch nach Entfernung der Schraube ein Verbindungsrohr a (Fig. 16) eingeschraubt werden kann, welches durch entsprechende Hahnverbindungen b und c abwechselnd die Feder mit einer Luftpumpe oder mit dem gläsernen Messgefäss d für eine abgewogene Menge Schwefligsäureanhydrid aus dem Behälter e in Verbindung setzt.

Die Feder PQ wird luftleer gemacht, der Hahn c geschlossen, b geöffnet, so dass der Inhalt der Kugel d sich nach der Feder