Text-Bild-Ansicht Band 236

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entleert, bis sie zu ⅔ gefüllt ist, worauf sie mittels der Schraube S abgeschlossen wird. Dann wird das Rohr a ausgeschraubt, die Oeffnung T geschlossen und die Schrauben S und T mit Zinn verlöthet. Je nach der Temperatur der Umgebung wechselt die Spannung des Schwefligsäureanhydrides und damit die Stellung des Federendes Q, dessen Verschiebung durch die Stange R auf den Zahnbogen U übertragen wird, welcher ein Getriebe in Bewegung setzt, auf dessen Achse der die Temperatur angebende Zeiger angebracht ist.

Bei dem in Fig. 14 und 15 Taf. 30 dargestellten Apparate für Wärmemessung in Röhren und Gefässen steht der Flüssigkeitsbehälter C, welcher auch durch ein unten verschlossenes Rohr von beliebiger Länge ersetzt werden kann, mit dem Rohre D in Verbindung, welches sich in der Manometerkapsel fortsetzt und dort in einem Bronzestück eingelöthet und durch dieses hindurch mit einer Bourdon'schen Feder verbunden ist, welche, wie beim vorigen Apparate, auf einen Zeiger wirkt. Um das Rohr vor Abkühlung zu schützen, ist ein Rohr E mit Zinnloth bei e derart eingelöthet, dass C, E und die verbindende Löthstelle gleichen Durchmesser haben. Von der Oeffnung h aus wird nun die Feder und das Rohr hi völlig, das Gefäss C zu ⅔ mit Kohlenwasserstoff oder Wasser gefüllt, dann wird h verschraubt und verlöthet. Rohr und Feder werden nun in die Kapsel g eingelegt, schliesslich wird eine Flansche angeschraubt zur Befestigung des Instrumentes an den betreffenden Apparaten. Die Scale ist vor der Füllung des Apparates mit Hilfe pneumatischen Druckes in Millimeter eingetheilt und sind danach die Wärmegrade eingetragen. Fig. 17 Taf. 30 zeigt die äussere Form eines derartigen mit Quecksilber gefüllten Apparates.

Bei Anwendung längerer Rohre muss wenigstens ⅓ bis ⅔ der Länge der zu messenden Temperatur ausgesetzt sein, eine Unbequemlichkeit, welche durch die Einrichtung Fig. 18 und 19 Taf. 30 vermieden wird. Eine Metallbüchse A, welche durch die Verschraubung z mit Aether, Wasser u. dgl. gefüllt werden kann, wird für Apparate mit nur 5 bis 6at Spannung mit einer Wellenfeder EF geschlossen, welche zwischen den Rand des Gefässes und den Deckel C eingeschoben wird. Mit der Wellenfeder wird in üblicher Weise ein Stab B verbunden, welcher die Bewegung auf den Zeiger überträgt und mit einem Schutzrohr G aus gleichem Material umgeben ist. Für höheren Druck wird das Gefäss A mit einem Deckel E F (Fig. 19) geschlossen, auf welchem eine kleine Bourdon'sche Feder m so aufgelöthet ist, dass der in A entwickelte Dampf in die Feder tritt. Die Stange B führt wieder zum Zeiger.

Die Apparate werden von Schäffer und Budenberg in Buckau-Magdeburg hergestellt und kosten mit Aetherfüllung 80 M., mit Wasser 110 M. und mit Quecksilber 120 M.