Text-Bild-Ansicht Band 236

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der mit hydraulischem Deckelverschluss versehenen Rauchkammer G aus. Die Rauchgase entweichen durch das Rohr J zu einem Luftsauger oder durch K unmittelbar zum Schornstein.

Um den durch Mitreissen von Wasser verursachten Fehler zu vermeiden, wird der gebildete Dampf mittels Wasser verdichtet, dessen Temperaturzunahme die vom Kessel aufgenommene Wärme ergibt. Zu diesem Zweck fliesst aus zwei hochstehenden, durch eine Rotationspumpe stets bis zum Ueberlauf gefüllten Behältern R und R1, durch im Boden angebrachte Oeffnungen eine durch Vor versuche festgestellte, stündlich etwa 3cbm betragende Wassermenge in ein zweitheiliges Gefäss F. Ein Theil dieses Wassers wird mittels der Pumpe P durch das Rohr n in den Kessel W1 gedrückt, während der hier erzeugte Dampf wieder durch die Rohrleitung m nach F zurückkehrt und durch das aus dem Behälter R kommende Wasser verdichtet wird. Die vereinigten Wassermengen fliessen in das Gefäss F1 mit eingesenktem Thermometer T. Herd, Kessel und Dampfleitungen sind jetzt mit schlechten Wärmeleitern umhüllt, was bei den 29 ersten Versuchen noch nicht der Fall war.

Zur Bestimmung der Wärmemengen, welche Feuerherd und Kessel durch Leitung und Strahlung verlieren, wurde das in ihnen befindliche Wasser durch Dampf aus einer Locomobile geheizt; das Mauerwerk wurde hierbei aus dem Kessel entfernt. Nachdem nun die Temperatur des im Feuerherde enthaltenen Wassers um einige Grade höher war als diejenige, bei welcher der Versuch stattfinden sollte, wurde der Herd mit einer Rotationspumpe verbunden, um fortwährend eine vollständige Mischung des im Herde enthaltenen Wassers zu bewerkstelligen, indem sie dasselbe aus dem unteren Theile des Herdes ansaugte, um dasselbe nach Bestimmung der Temperatur wieder nach oben zu befördern. Während 1 Stunde 45 Min. sank die Temperatur von 66,9 auf 62,15, also um 4,75° oder stündlich 2,72°. Der Herd enthielt 2272k Wasser; der metallische Theil desselben besteht aus 5000k Schmiedeeisen und Gusseisen, dessen specifische Wärme, zu 0,11 angenommen, einem Wasserwerth von 550k entspricht, zusammen also 2822k. Der mit Wasser gefüllte Herd verlor demnach stündlich 2822 × 2,72 = 7700c. Die Holzverkleidung des Feuerherdes hat eine Gesammtoberfläche von 22qm,1 und einen Stärke von 6cm, macht 1cbm,33 oder ein Gewicht von 740k. Die specifische Wärme des Fichtenholzes zu 0,65 angenommen, ergibt einen Wasserwerth von 480k. Die Aussenseite der Verkleidung hatte wie das Kesselhaus selbst 30°; für die innere Seite, welche die Metallwandungen des Herdes fast berührt, wurde die mittlere Temperatur desselben, 63°, angenommen. Im Mittel betrug somit der Unterschied der Temperatur der Aussenluft und der mittleren Wärme der Holzverkleidung 17°, zwischen Herd und Kesselhaus 34°. Der Wärmeverlust des Herdes betrug stündlich 2,82°, weshalb angenommen wurde,