Text-Bild-Ansicht Band 236

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dass die Umhüllung mit einem nur halb so grossen Temperaturüberschuss stündlich 1,36° abgenommen habe, entsprechend 650c. Der Gesammtwärmeverlust des Herdes betrug demnach 8350c.

Die Abkühlung des unteren Kessels wurde dadurch bestimmt, dass alle Viertelstunden die vom Manometer angezeigten Dampfspannungen abgelesen und dann nach Regnault in die entsprechenden Temperaturen umgerechnet wurden. Die stündliche Abkühlung betrug nur 5,95°. Der Kessel enthielt 977k Wasser, sein Eisengewicht 2290k, dessen specifische Wärme, zu 0,113 angenommen, 258k Wasser, zusammen also 1235k entspricht. Der mit Wasser gefüllte Kessel verlor demnach stündlich 7300c. Die Umhüllung des Kessels besteht grösstentheils aus Thon, dessen specifische Wärme zu 0,23 angenommen werden kann. Die so verkleidete Oberfläche des Kessels beträgt 5qm,8, die Stärke der Umhüllung 9cm und ihr Gesammtgewicht nach Angabe des Fabrikanten 850k, entsprechend einem Wasserwerth von 195k. Die Aussenseite der Umhüllung hatte etwa 60°, die innere Seite wurde gleich der des Kessels zu 145° angenommen, entsprechend einer mittleren Temperatur von 102,5°. Der Ueberschuss dieser Mitteltemperatur über die Aussenluft beträgt somit 72,5°. Macht man nun die gleiche Annahme wie beim Feuerherd, so ergibt sich, dass, während der Kessel mit einem Temperaturüberschuss von 115° stündlich 5,95° verlor, die Umhüllung eine Temperaturabnahme von 3,75° gehabt haben wird, entsprechend 731°. Danach ergibt sich der Gesammtwärmeverlust zu 8031c. Der in gleicher Weise bestimmte Wärmeverlust des oberen Kessels ergab 3726c.

Zur Bestimmung der beim Oeffnen der Feuerthüren durch Ausstrahlung verlorenen Wärmemenge wurde die Wärme gemessen, welche die geschlossenen Feuerthüren in Folge der Strahlung des Rostes gegen dieselben aufnehmen. Zu diesem Zweck wurde das Schutzblech, mit welchem sie sonst versehen sind, entfernt und die innere Seite gut geschwärzt. Die von den Feuerthüren aufgenommene Wärme wurde nun in der Art bestimmt, dass die Temperatur des Wassers beim Eintritt wie beim Austritt aus den Thüren, sowie die gesammte während der Dauer des Versuches durchströmte Wassermenge gemessen wurde. Auf diese Weise wurde festgestellt, dass die beiden Thüren stündlich nur 8800c aufnehmen, so dass, da die Thüren während einer Stunde nur 2 Minuten lang offen sind, dieser Verlust vernachlässigt wird.

Zur Untersuchung der Rauchgase werden dieselben zunächst durch Absorptionsröhren r geleitet, welche Kohlensäure und Wasser zurückhalten, dann durch ein Rohr O mit glühendem Kupferoxyd, um Wasserstoff und Kohlenoxyd zu verbrennen, so dass das gebildete Wasser und Kohlendioxyd von den Röhren s zurückgehalten wird, der Stickstoff und die überschüssige Luft sich aber in der etwa 20l fassenden Flasche a sammeln. Die Temperatur t3 wurde mit Quecksilberthermometer, t2 aber mit einem Metallpyrometer von Oechsle und einem elektrischen