Text-Bild-Ansicht Band 236

Bild:
<< vorherige Seite

welche mit 450k 17,5 procentigen Kartoffeln und 70k Grünmalz auf 2300l Maischraum eine Maische von 20,25 und 21,0 am Saccharometer im angestellten Bottich ergab. Die entsprechenden Vergährungen betrugen 0,4 und 0,8 am Saccharometer; der Säuregehalt 0,8 und 0cc,9 Normalnatron auf 20cc Maische. Der verwendete Mais (ungarischer und amerikanischer) hatte 67 Proc. Stärke, so dass auf 1001 Maischraum die allerdings starke Maischung von fast 18k Stärke fiel. Das Dämpfwasser wurde bei den Versuchen allmählich verringert und es zeigte sich, dass selbst ohne Schädigung 132l auf 100k Mais zur Erzielung einer guten Aufschliessung genügten. Damit war denn allerdings auch die äusserste Grenze erreicht.

Bekanntlich kann man mit 17,5 procentigen Kartoffeln auch ohne Mais 20 procentige Maischen bereiten; der Vortheil wird aber wieder zweifelhaft, da der Steigeraum wächst und die Vergährung zurückbleibt. Die Maismaischen gebrauchten 4cm Steigeraum weniger als die reinen Kartoffelmaischen, welche 13cm verlangten. Dies gibt auf Bottiche von 23001 Inhalt, bei welchen 1cm Steigeraum 221 entspricht, eine Ersparniss von rund 90l Raum.

Paucksch gibt einige Neuerungen an Maischapparaten, welche nach M. Delbrück empfehlenswert sind (vgl. 1879 232 * 64). Fig. 5 und 6 Taf. 37 zeigen Draufsicht und Durchschnitt des neuen Universal-Maischapparates. Das 300 bis 350 Umdrehungen machende Flügelrad wirkt centrifugal schleudernd und durch die schiefe Stellung der vier Flügel drückend gegen die Grundplatte, so dass eine senkrechte Bewegung der Maische erfolgt. Auch trockenfaule Kartoffeln werden gut zerkleinert; die Untersuchung der Maischen ergab, dass nur 1,4 bis 1,8 Proc. Stärke unaufgeschlossen blieben.

Ein Fehler dieses Apparates, der aber allen mit Sauggebläse arbeitenden Vormaischbottichen gleichmässig eigen ist, besteht darin, dass durch den heftigen, den Kartoffeln entgegen gezogenen Luftstrom erstarrender Kartoffelbrei an die Wandungen des Dampfschlotes geschleudert wird. Diese steifen Massen müssen nach beendeter Maischung mit der Hand aus dem Dampfschlot losgelöst werden; der fertigen Maische zugefügt, werden sie allerdings noch mit verzuckert, doch kann diese Verzuckerung niemals eine sehr vollkommene sein. Dieser Uebelstand lässt es zweifelhaft erscheinen, ob die in der Praxis so sehr bebeliebte Anwendung des Dampfgebläses von Bestand sein wird.

Die äussere Anordnung des Centrifugal-Maischapparates von Paucksch wie er sich in der Versuchsbrennerei des Vereines zu Biesdorf in Betrieb befindet, zeigt Fig. 7 Taf. 37. Der Apparat saugt mittels des Rohres S aus dem Boden des Maischbottichs die Maische an, zerkleinert dieselbe in der Centrifugalmühle und wirft sie durch das Steigerohr B über den Rand des Vormaischbottichs zurück. Das eigentliche Pump- und