Text-Bild-Ansicht Band 236

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Schliesslich sei noch das Verfahren von Emil Andre in Ehrenbreitstein (D. R. P. Kl. 40 Nr. 6048 vom 1. November 1877) zur elektrolytischen Abscheidung des Nickels aus Sternen, Speisen oder Legirungen mit Kobalt und Kupfer erwähnt, welches in diesem Jorunal (1879 233 381) bereits beschrieben ist und wesentlich darin besteht, dass man diese angeführten Objecte, mit dem positiven Pole verbunden., als Anode in verdünnte Schwefelsäure einhängt, wobei auf den als Kathoden eingehängten Kupfer- oder Kohlenplatten sich nur Kupfer ausscheidet, während Nickel, so lange die Lösung sauer bleibt, nicht mit ausgeschieden wird. Diese Lösung wird unter Zusatz von etwas Ammoniak unter Einleiten atmosphärischer Luft in Bleipfannen eingedampft und nach der Filtration des dabei ausgeschiedenen Eisenoxydhydrates eine Lösung reinen Nickelvitriols erzielt. (Schluss folgt.)

Zur Kenntniss des Cementes.

(Fortsetzung des Berichtes S. 242 dieses Bandes.)

Verhandlungen der Generalversammlung des Vereines deutscher Cementfabrikanten. (Schluss.)

Bei Submissionsausschreibungen der preussischen Militärverwaltung wird noch immer der Gesichtspunkt der Mörtelausbeute des Cementes fest gehalten, um aus derselben in Verbindung mit der Festigkeit und dem Preis des angebotenen Cementes eine Werthziffer abzuleiten. Wie im vorigen Jahre constatirte die Versammlung auch diesmal, dass die Mörtelausbeute bei allen Cementen, gleichen Sand und gleichen Versuchsmodus vorausgesetzt, dieselbe ist und dass Abweichungen in den Resultaten nur auf Grund von Fehlern bei den Versuchen entstehen. Für die Mörtelmischung aus 100g Cement, 300g Sand und 76cc Wasser beträgt die Ausbeute, nach den Vorschriften des Kriegsministeriums ermittelt, für alle Cemente 225cc.1)

1)

Zur Mörtelausbeute tragen wir hier noch eine Ergänzung nach, deren das vorjährige Referat (vgl. 1879 233 389) bedarf. Es soll nämlich a. a. O. S. 389 Z. 14 v. o. heissen: Dr. Schumann hat jedoch mit sehr feinem Cement, der ein Sieb von 5000 Maschen auf 1qc passirt hatte, welcher zwar im Handel sich nicht findet, aber doch zu den leichten, voluminösen gehört, etwas weniger mauergerechten Mörtel erhalten, als mit einem gewöhnlichen, weil der feine Cement, um mauergerechten Mörtel zu liefern, etwas weniger Wasser gebraucht als der gewöhnliche, auf 1000 Theile nämlich 155 gegen 185 Th.

Ferner ist in dem Satz: „Das Mörtelvolumen ist gleich der Summe der Volumen der Mörtelbestandtheile“, unter Volumen nicht etwa die abgemessene Menge des pulverförmigen Mörtelmaterials zu verstehen, sondern das Volumen im eigentlichen (physikalischen) Sinne, also der Quotient aus absolutem Gewicht und specifischem Gewicht.