Text-Bild-Ansicht Band 236

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erzielen sucht, dass letzteres, im mittleren Gange sich mit ziemlich grosser Geschwindigkeit bewegend, zu Anfang und Ende jedes Aufganges eine kurze Zeit in absolute Ruhe versetzt wird.

Ueber Princip und Construction bemerken wir Folgendes: Wenn in einem von zwei mit einander in Verbindung stehenden, mit Wasser gefüllten Cylindern (Fig. 1 Taf. 42) ein Mönchskolben P sich bewegt, in dem anderen neben dem mit der Umtriebsmaschine in directer Verbindung stehenden Kolben A die Ventile v1 und v2 eingebracht sind, so wird, wenn Kolben A von rechts nach links geht und das Ventil v1 geöffnet, dagegen v2 geschlossen ist, der Kolben P aufwärts gehen, dagegen, wenn v1 geschlossen und v2 offen ist, seinen Weg abwärts nehmen, unter der Voraussetzung, dass die andere Kolbenseite, also im ersten Fall die rechte, im zweiten die linke, auf irgend welche Weise, am einfachsten durch entsprechende Ventile, mit einem Raum in Verbindung steht, aus welchem Wasser angesaugt, bezieh. in welchen Wasser hineingepresst werden kann. Stehen beide Ventile v1 und v2 gleichzeitig offen, so wird bei Bewegung des Kolbens A der Kolben P im Zustand der Ruhe verbleiben.

Combinirt man mit dieser Vorrichtung nach einem zweiten Cylinder (Fig. 2) mit dem Kolben B und den Ventilen v3 und v4 derart, dass, wenn beide Kolben A und B von einer Umtriebsmaschine aus in Bewegung gesetzt werden, die beiden Kurbelzapfen rechtwinklig zu einander stehen, so arbeitet dieser Apparat, kommen nur die Ventile v1 und v2 Betracht, ganz wie im vorigen Falle. Oeffnet man aber gleichzeitig die Ventile v1, v3 und v4 so geht der Kolben P aufwärts; ist der Kolben A am linken Ende seines Weges angelangt und es wird v2 geöffnet, so tritt Ruhe für den Kolben P ein; schliesst man dann, wenn auch B am Ende seines Weges angelangt, v3 und geht B nach rechts, so muss auch P seinen Weg abwärts nehmen und zwar so lange, bis v3 wieder geöffnet wird und abermals Ruhe eintritt.

Von dieser einfachen Anordnung ausgehend, construirt Lorimier seine Maschine aus zwei Cylindern mit darin beweglichen Kolben und je 4 Ventilen, welche beide mit den die Mönchskolben X und Y (Fig. 4) enthaltenden Cylindern in Verbindung stehen, und es ist das sich auf 3 Umdrehungen der Umtriebsmaschine vertheilende Spiel in den 12 Abschnitten, in welche es sich theilt, das folgende: Es stehe die Kurbel m im todten Punkte, m1 auf dem 4. Theil ihres Weges und es seien die Ventile s, s1, S1, und P1 (Fig. 3) geöffnet.

Während der zwei ersten Viertel des Spieles der Umtriebsmaschine geht der Kolben der Pumpe H von rechts nach links; dabei wird das Wasser aus dem Räume c in den Cylinder B gedrückt und das Wasser aus der Abtheilung A nach der anderen Seite des Kolbens H gesaugt, es steigt also der Kolben X und gleichzeitig sinkt Y; dabei bewegt sich der Kolben M anfänglich von links nach rechts, dann entgegengesetzt.