Text-Bild-Ansicht Band 236

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Mit Schluss des zweiten Spielviertels befindet sich M wieder in seinem anfänglichen Stande, m1 über dem todten Punkte (während es sich anfangs darunter befand), m im anderen todten Punkte. Wird nun Ventil s geschlossen und p1 geöffnet, so verläuft das dritte Spielviertel in der Weise, dass das Wasser von d nach c und von e nach f geht, die Kolben X und Y aber still stehen.

Kommt nun die Kurbel m1 auf den linken todten Punkt und wird Ventil S geöffnet, dagegen p1 geschlossen, so geht im 4. und 5. Zeitabschnitt das Wasser von einer Seite des Kolbens H nach der anderen, der Kolben M bewegt sich von links nach rechts, drückt Wasser von f nach A und saugt Wasser von B nach e, so dass also der Kolben X sinkt und Y steigt. Sind beide letztere Kolben am Ende ihrer Wege und ist damit M rechts angekommen, wird Ventil S geschlossen und P1 geöffnet; der 6. Zeitabschnitt ist ein solcher der Ruhe, da das Wasser von c nach d und von e nach f läuft.

Jetzt befindet sich die Kurbel m im linken todten Punkte, es wird Ventil s1 geschlossen und p geöffnet. worauf H während des 7. und 8. Zeitabschnittes von links nach rechts geht, das Wasser von d nach B treibt und solches aus A nach c saugt, so dass abermals der Kolben X steigt und Y niedergeht, worauf Ventil p geschlossen und s1 geöffnet wird. In der neuen Pause der 9. Zeitperiode geht das Wasser von c nach d und von nach e; es öffnet sich nun Ventil P und schliesst sich S1, so dass wieder, und zwar während der 10. und 11. Periode, der Kolben Y steigen und X fallen muss. Hiernach wird das Ventil S1 geöffnet und P geschlossen und der 12. Zeitabschnitt ist ein solcher der Ruhe für die Mönchskolben, an dessen Schlüsse sich das Ventil s öffnet und p1 schliesst, wodurch der erste Stand wieder hergestellt ist und das Spiel von Neuem beginnt.

Der Erfinder der eben beschriebenen Vorrichtung will mit seiner Maschine den Gestängen 6m Hub zutheilen und soll die jedesmalige Ruhepause an deren Weganfang und Ende 1½ Secunden betragen, genug um geübter Mannschaft Zeit zum Uebertritt von einem Gestänge auf das andere zu gönnen. Für jeden Kurbelumgang folgt aus der Pausenlänge eine Zeit von 6 Secunden, oder für die Umtriebsmaschine die Spielzahl 10 in der Minute, in welcher Zeit ein auf der Kunst fahrender Mann auf 90m Teufe befördert wird. Unter Berücksichtigung der Ruhepausenwürde die mittlere Geschwindigkeit des Gestänges 1m,58 betragen.

Als Vortheile der beschriebenen Fahrkunst werden folgende angeführt: 1) Vollste Sicherheit in Folge der gleichen Ruhepausen; 2) grössere Beförderungsgeschwindigkeit als bei Maschinen anderer Construction; 3) die Füglichkeit, durch Oeffnung der entsprechenden Ventile die Maschine in jedem Augenblicke anzuhalten und 4) Sparsamkeit im Dampfverbrauch als Folge der Verwendung von Schwungrad und Expansion.