Text-Bild-Ansicht Band 236

Bild:
<< vorherige Seite

ohne das ununterbrochene Blasen der letzteren zu beeinträchtigen. Die Fig. 1 zeigt die Vorderansicht einer Ziehvorrichtung in ihrer Anwendung zum Betriebe eines einzelnen Schmiedefeuers, Fig. 2 einen Verticalschnitt durch die Ziehvorrichtung in der Längsrichtung der Achse und Fig. 3 den Schnitt I-II durch das Schaltwerk.

Aus Fig. 2 ist zunächst eine hölzerne Triebrolle T zu ersehen, welche an ihrem Umfange zwei neben einander liegende Rillen zur Aufnahme zweier Seile hat. Das an dem grösseren Durchmesser wirkende Seil Z ist an seinem freien Ende mit einer Handhabe H (Fig. 1) versehen, während das an dem kleineren Umfang wirkende Seil Z1 ein Gewicht G trägt. Durch die Mitte der Holzrolle T ist eine auf der Achse a lose aufsitzende Büchse b gesteckt, welche mittels der angegossenen Scheibe m mit der Rolle T durch Holzschrauben verbunden ist. Auf dieser Scheibe sind drei Stifte s, s1 s2 (Fig. 3) befestigt, um welche die Schleifen der Bremsbacken d, d1, d2 greifen; letztere werden durch Streben p, p1, p2, die an ihrem am Umfang liegenden Ende zangenförmig von den Backen ergriffen werden und sich durch Zäpfchen c, c1, c2 in passenden Ausschnitten auf die Büchse b stützen, von der Achse fern gehalten.

Zieht man nun mittels der Handhabe H an dem Seile Z, so macht die Rolle T sammt der damit verbundenen Büchse b und der an der Scheibe m der letzteren befindlichen Bremstheile s, d und p eine Drehung in der Richtung der Pfeile (Fig. 1 und 3). Geht nun die Verbindung der Bremstheile aus der Stellung c2, p2, d2 in die Stellung c, p, d, so werden sie auf der Seite 123 diese letztere beibehalten, d.h. die Schleife des Bremsbackens d liegt an dem Stift s, während der Bremsbacken d ausser Berührung mit der Scheibe n ist, weshalb keine Drehung der mit letzterer verbundenen Riemenscheibe R bewirkt wird. Eine Drehung dieser letzteren wird erst dann erfolgen, wenn sich die Strebe p auf der Seite 341 der durch die Mitte der Achse gehenden Verticalen befindet, indem dann der Backen d durch sein eigenes Gewicht, sowie durch das der Strebe gegen den -inneren Umfang der Scheibe n angedrückt und durch die dadurch erzeugte Reibung letztere mitgenommen wird (Stellung c2, p2, d2.)

Würde man also nur einen Bremsbacken mit Strebe anwenden, so würde die Scheibe n immer nur dann mitgenommen, wenn die Strebe sich auf der Seite 341 befände. Es sind aber drei Bremsbacken mit Streben vorhanden, damit, wenn der eine Backen ausser Berührung mit der Scheibe n kommt, der nachfolgende bereits dagegen gedrückt wird. So lange also an dem Seile Z gezogen und dadurch die Büchse b nebst Bremstheilen in der Richtung des Pfeiles umgedreht wird, muss auch die Scheibe n und die damit verbundene Riemenscheibe R an dieser Drehung Theil nehmen. Sobald man aber die Handhabe H loslässt und durch den Zug des Gewichtes G an dem Seile Z1