Text-Bild-Ansicht Band 236

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25. Januar 1879) die genaue Beschreibung der verbesserten Trockenvorrichtung folgen. Fig. 18 bis 21 Taf. 42 zeigen Längsschnitt, Grundriss, Querschnitt und Vorderansicht derselben.

Die halbkugelförmige offene gusseiserne Pfanne A wird von zwei gusseisernen Kopfwänden B getragen, an denen auch die Lager der Welle D und die Lager der Achse E befestigt sind. An der durch Strebestangen verstärkten Welle D, welche mittels Schneckengetriebe von E aus bewegt wird, sind 4 Stangen F aus Rundeisen mittels radialer Stäbe verbunden, an denen die Schaufeln G frei hängen. Dieselben stehen schief, legen sich durch ihr eigenes Gewicht beim Drehen der Achse dicht an die innere Wandung der Pfanne und schaffen dadurch das zu trocknende Salz von einem Ende der Pfanne zum anderen, wo es die nicht schief gestellte Schaufel H auf den Steg r schiebt. Die Stangen F tragen ausserdem Kästchen J, welche nicht bis dicht an die innere Fläche der Pfanne reichen und dazu dienen, das Salz von der einen Seite der Pfanne zur anderen zu werfen, damit dasselbe besser im ganzen Apparat vertheilt wird.

Zum Mahlen des Salzes sind sich frei bewegende Walzen K vorhanden, welche durch senkrecht zur Achse stehende Arme gehalten werden und sich beim Drehen der Achse durch ihr eigenes Gewicht dicht an die innere Wandung der Pfanne anlegen und dadurch die Zerkleinerung des Salzes bewirken.

Zur Kenntniss des Cementes.

(Schluss des Berichtes S. 415 dieses Bandes.)

Generalversammlung des Deutschen Vereines für Fabrikation von Ziegeln. Sitzung der Section für Cement und Kalk. (Schluss.)

Ueber vortheilhafte Verwendung von Portlandcement zu Mörtel und Beton hat Rud. Dyckerhoff Versuche angestellt, welche sich erstreckten: A) auf die Stärke der hydraulischen Eigenschaften der verschiedenen Mörtel und B) auf die Festigkeit derselben, wenn sie 1) nur an feuchter Luft erhärteten und 2) sofort nach dem Anmachen unter Wasser gebracht wurden. Sämmtliche Festigkeitsermittlungen beziehen sich auf die Druck-Festigkeit, da diese allein für den Vergleich von Mörteln aus verschiedenen Materialien massgebend ist. Eine dritte Versuchsreihe erstreckte sich darauf, die Festigkeit zu ermitteln, welche erhalten wird, wenn die Mörtel 24 Stunden an der Luft und dann bis zur Prüfung unter Wasser verblieben; dieselbe gab nahezu die gleiche Festigkeit, als wenn die Mörtel nur an feuchter Luft erhärtet waren. Es wurden zur Festigkeitsbestimmung bei den beiden genannten