Text-Bild-Ansicht Band 236

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Weise verfahren. Der erhaltene Niederschlag wird mit kaltem Wasser gewaschen, auf einem Filter bei 100° getrocknet und gewogen oder geglüht. 100 Theile des Glührückstandes enthalten 40,4 Th. Kobalt. Durch zu langes Kochen kann vielleicht eine kleine Menge Nickel in den Niederschlag eingehen, welcher dann etwas blasser gefärbt ist, was man leicht durch Vergleichung der Farbe mit der eines reinen in einem Glase enthaltenen Niederschlages ermitteln kann. In diesem Falle decantirt man die blaue Lösung ab, löst den Niederschlag in einer gerade hinreichenden Menge von Phosphorsäure und wiederholt die beschriebene Behandlung mit Ammonbicarbonat und Ammoniak. Aus dem schliesslich sich ergebenden, das Nickel enthaltenden Filtrate fällt Dirvell dasselbe mit Schwefelwasserstoff, glüht den Niederschlag mit Schwefel und wiegt das Metall als Sulfid. – Dieses Verfahren ist nicht genau.

Dreitheilige Vorlage für Zinköfen.

Mit Abbildungen auf Tafel 42.

Zur Verdichtung der Zinkdämpfe gibt E. Dagner in Paulshütte bei Schoppinitz, Oberschlesien (* D. R. P. Kl. 40 Nr. 8953 vom 9. Mai 1879) ein dreitheiliges Vorlagensystem an. Fig. 22 Taf. 42 veranschaulicht den Längsschnitt der mit der Muffel M verbundenen Vorlage, Fig. 23 und 24 zeigen Querschnitte derselben.

Die in der Muffel entwickelten Gase treten von der Vorlage z aus durch die Oeffnung z1 in die zweite Vorlage y und dann durch x1 zur dritten Vorlage x, von welcher aus sie durch einen gewöhnlichen Tubus entweichen. Die vorderen Oeffnungen der beiden unteren Vorlagen sind durch mit Thon belegte Bleche geschlossen. (Vgl. S. 249 d. Bd.)

Bestimmung des Ammoniaks im Gaswasser.

Mit einer Abbildung auf Tafel 42.

Bei der Bestimmung des Ammoniakgehaltes von Gaswasser durch directes Titriren wird meist zu wenig gefunden, da nur das freie und an Kohlensäure gebundene Ammoniak gemessen wird, während bei der vorherigen Destillation mit Kali durch theilweise Zersetzung von Cyan oft zu viel gefunden wird. W. Foster empfiehlt nun im Journal für Gasbeleuchtung, 1880 S. 45 zu der Bestimmung als Stickstoff mittels unterbromigsaurem Natron nach der Formel: 2NH3 + 3NaOBr = N2 + 3NaBr + 3H2O den in Fig. 25 Taf. 42 dargestellten Apparat.