Text-Bild-Ansicht Band 231

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es durch directe oder durch den Process selbst hervorgerufene, da ist trotzdem die Dauer der Holzgefässe nur eine kurze. Man wird daher die Sohle des Laugereigebäudes asphaltiren, damit die ausrinnenden Laugen gesammelt werden können.

Die Extractionsgefässe haben häufig einen falschen Boden, der von durchlöcherten Thonplatten gebildet sein kann und auf welchem man eine Filterschicht von verschiedenen Materialien (Kokes, Stroh, Haidekraut) anordnet. Hähne unter dem falschen Boden zum Ablassen der Laugen dürfen nicht von Eisen genommen werden, sondern womöglich von Thon. Bei kleineren Operationen und Betrieben wendet man auch Gefässe von Thon an. Das Laugen selbst soll womöglich eine schnelle und vollständige Erschöpfung der Masse bewirken und ist daher genügend für frisches Wasser (oder Lauge) zu sorgen, sobald sich die mit dem Erze in Berührung befindliche Lauge in gewünschtem Grade beladen hat.

Zum Laugentransport nimmt man entweder Dampfstrahl-Apparate aus Hartblei (Oker), deren Dampfdüsen sich aber ziemlich schnell, besonders bei salzsauren Laugen, erweitern, oder Schöpfräder (Stadtbergen) oder Montejus, diese aber auch von Holz, unter Benutzung comprimirter Luft. Vielleicht liessen sich auch offene Thongefässe als Montejus verwenden, die man in ein eisernes geschlossenes Gefäss stellt, in welches man comprimirte Luft derart treibt, dass ein in das Thongefäss nieder tauchendes Druckrohr die Lauge wegführt. Das Thongefäss hätte so keinen einseitigen Druck auszuhalten und könnte schon ziemlich gross genommen werden. Allerdings müsste, da die Controle der Füllung mit Lauge schwierig ist, das Einlassen der Lauge nach abgemessenen Mengen, bezieh. über Gefässe von etwas kleinerem Inhalt als derjenige des Thongefässes stattfinden, damit letzteres nicht überlaufen kann.

Für Leitungsrohren verwendet man Thon oder Kautschuk. Rohrverschlüsse erfolgen durch Quetschhähne. Auch führt man die Laugen in offenen transportablen Rinnen, die man bei Reparaturen leicht durch vorräthige ersetzen kann.

III. Behandlung der Kupferlaugen.

Man hat hier zweierlei zu beachten, nämlich einerseits die Beseitigung von solchen Verunreinigungen, welche die Qualität des Kupfers verschlechtern würden, andererseits die Abscheidung von Silber und Gold aus denselben. Dass mechanische Verunreinigungen möglichst fern gehalten und zum Absitzen gebracht werden, versteht sich von selbst.

1) Beseitigung von Verunreinigungen. In erster Linie handelt es sich um die Wegschaffung von Arsen und Antimon, welche, in den Erzen enthalten, wenigstens in Antheilen mit in die Laugen und in