Text-Bild-Ansicht Band 270

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das Innere der Zündvorrichtung und etwaige Undichtigkeiten von der äuſseren Atmosphäre abschlieſst. Die Ventilbüchse D hat oben eine Dichtfläche c, womit dieselbe während der Compression den Raum unter dem Kolben B abdichtet, während ihre untere Dichtfläche durch Gegenlegen der Ventilbüchse C das Innere der Ventilhülsen von der Zündflamme abschlieſst. Oberhalb des Kolbens B befindet sich eine durch Stellschrauben zu spannende Feder F, die, je nachdem der Motor mit hoher oder niedriger Compression arbeitet, mehr oder weniger angespannt wird.

Die Verschluſsbüchse E ist mit seitlichen Oeffnungen f versehen, damit zur geeigneten Zeit oberhalb des Kolbens Luft ein oder aus treten kann. Unterhalb der Ventilbüchse C ist eine Kapsel G angebracht, auf welche sich die Ventilbüchse C während der Bildung der Uebertragungsflamme aufsetzt. Die Uebertragungsflamme wird gebildet, indem durch den Kanal g eine kleine Menge durch eine bis zur Mitte der Kolbenverlängerung und in dieser nach unten führende Bohrung, von dort durch die Löcher h in den Hohlraum der Ventilbüchse C tritt, sich an der auſsen brennenden Flamme i entzündet und im inneren Hohlraume der Ventilbüchse C brennt. Die Steuerung der Zündvorrichtung erfolgt durch die im Arbeitscylinder vorkommenden Druckdifferenzen. Fig. 27 stellt die Zündvorrichtung während des Beginnes der Compression dar. Der Kolben B ist durch die Feder F mittels der Stellschraube so belastet, daſs derselbe sich nur bei einem bestimmten Ueberdrucke nach oben bewegen kann. Der während der Compression stets zunehmende Druck ruht auf der Ventilbüchse C und dem unteren Ventile des Kolbens B, hat also das Bestreben, die Ventilbüchse C mit dem Kolben B nach aufwärts zu treiben. Da der Kolben B belastet, Ventilbüchse C aber am Aufwärtsgehen durch Anliegen im Ventilsitze b verhindert ist, so wird ein gemeinsames Aufwärtsgehen erst dann erfolgen, wenn der Compressionsdruck die Belastung des Kolbens übersteigt. Da der höchste Compressionsdruck im Todtpunkte des Motors erreicht wird, so ist die Belastung so gewählt, daſs sich in diesem Momente die Ventilbüchse C mit dem Kolben B rasch nach aufwärts bewegt. Während der Compression hat sich im inneren Hohlraume der Ventilbüchse C die Uebertragungsflamme gebildet. Wird also die Ventilbüchse C und der Kolben B durch den Ueberdruck nach aufwärts getrieben, so werden zuerst die Ventilbüchsen C und D in ihren Sitzflächen e auf einander stoſsen und in Folge dessen ihren inneren Hohlraum gegen die Zündflamme i abdichten. Da aber in diesem Momente die Ventilbüchse C noch nicht im unteren Ventilsitze a aufliegt, werden sich nun sowohl die Ventilbüchse C wie D und der Kolben B gemeinsam nach oben bewegen. Diese Bewegung ist jedoch eine sehr geringe und die Ventilbüchse C liegt dann in ihrer Sitzfläche a an. Durch dieses gemeinsame Aufwärtsgehen hat sich jedoch die Ventilbüchse D aus ihrer oberen