Text-Bild-Ansicht Band 270

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J. W. Newall's freistehende Bohrmaschine (Fig. 21), bei welcher der die drehbare Tischscheibe tragende Arm am abgedrehten Theile der Standsäule stellbar aufgeschoben ist. An der durch beide Lagerarme gehenden Bohrspindel ist ein geführtes Winkelstück zwischen Bundringen festgestellt, welches als Zahnstangenkörper durch das Unterlager neben der Spindelbüchse führend, Eingriff in ein mittels Handhebel bethätigtes Getriebe hat. Während der Hebeldruck die Bohrspindel nach abwärts führt, wird dieselbe durch eine über Rollen geführte und an die Zahnstange angreifende Gewichtsschnur entlastet und hoch gezogen. Der Betrieb wird durch Winkelriemen vermittelt, durch deren obere Hauptscheibe sich die Bohrspindel mittels Keilnuth schiebt. Die Verschiebung des Hauptriemens wird durch den Tritthebel erreicht, welcher, sowie das Vorgelege, auf der Fuſsplatte angeordnet ist (vgl. Huré, 1886 262 * 395. Hetherington, 1887 263 * 225. Garvin, 1887 263 * 492. Fischer, 1887 265 * 60).

Hängende Flügelbohrmaschine von W. M. Moore in Cleveland, Ohio, Amerika. Diese neuere Deckenbohrmaschine besteht nach American Machinist, 1888 Bd. 11 Nr. 37 S. 3, aus einem an der Decke befestigten groſsen, aber leicht gebauten Stirnrade (Fig. 22), an dessen Nabe eine Rohrsäule angeschraubt ist. Um diese dreht sich der Ausladearm sammt der Zahnstange, welche sich an die Bunde stützt. Die Drehung des Flügels erfolgt mittels des auf der äuſseren Tragspindel aufgekeilten Getriebes, welches in das obere Zahnrad eingreift, indem die am Flügelende gelagerte Mutterbüchse sich frei zwischen Bunden dreht und welche nur durch Klemmschraube festgespannt zu werden braucht, um die Flügellage zu sichern.

Der Flügel- oder Bohrarm erhält aber Höheneinstellung durch das mittels Kette betriebene Schneckenradtriebwerk, welches ein in der Schnittfuge des Armlagers liegendes Zahnstangengetriebe bethätigt und den Arm hebt, sobald die beiden Flügelmuttern an der Tragspindel gelöst sind. Diese Schraubenspindel wirkt vermöge des oberen Getriebes als Hängestange, indem die stark ausgreifenden Randscheiben dieses Getriebes sich an den Zahnkranz des oberen groſsen Rades dicht anlegen. Der Bohrbetrieb wird von oben durch eine durch die Mittelsäule central laufende Welle mittels Stirnräder auf eine freistehende Seitenwelle und von dieser mittels Winkelräder auf die wagerechte Flügelwelle abgeleitet, von wo es wieder mittels Winkelräder auf das in Winkellagen stellbare Bohrwerk wirkt. Die Steuerung der durch ein seitlich angebrachtes Gewicht entlasteten Bohrspindel wird mit einer rohrförmigen Zahnstange vermittelt, deren Triebwerk an der rechtsliegenden Gewichtsführung angeordnet ist (vgl. Graut, 1888 269 * 354).

Als Gegenstück hierzu sei eine alte Deckenbohrmaschine, von Constantin Pfaff in Chemnitz herrührend, erwähnt, welche Bemerkenswerthes bietet. An der Balkenlage a (Fig. 23 Taf. 25) ist mittels