Text-Bild-Ansicht Band 270

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Schrauben b eine Hängesäule c befestigt, welche in den Lagerarmen d und e die Bohrspindel f führt. Der durch die Winkelräder g und h vermittelte Betrieb wird mittels des in die Stufenscheibe i einsetzenden Reibungskegels k durch den Hebel l mit dem Handrädchen m unterbrochen oder eingeleitet.

Die Steuerung der Druckspindel wird durch zwei gegensätzlich umlaufende Zahnrädchen erreicht, welche die Druckspindel je zur Hälfte umschlieſsen, so daſs diese eigentlich als runde Zahnstange wirkt. Indem nun diese Rädchen frei auf excentrisch gelagerten Wellen laufen, zwei Auſsenrädchen n aber in eine durch den Hebel o betriebene Schnecke eingreifen und die Wellchen entfernen können, so wird dadurch der Eingriff der Schalttriebwerke ausgelöst, die Druckspindel frei und vermöge eines angehängten Gegengewichtes hoch gezogen.

Pr.

Neue Regulatoren.

Patentklasse 60. Mit Abbildungen auf Tafel 25.

Jene Art von Regulatoren für schnellgehende Dampfmaschinen, welche innerhalb des Schwungrades oder einer Nabenscheibe angeordnet sind und unmittelbar um die Triebwelle kreisen, um auf ein oder zwei das Steuerungsorgan beeinflussende Excenter verstellend zu wirken, wird jetzt besonders ausgebildet und namentlich für solche Kraftmaschinen angewendet, welche zum Betriebe dynamoelektrischer Lichtmaschinen bestimmt sind. Eine solche Anordnung wird von E. Stückrath in Düsseldorf (* D. R. P. Nr. 43794 vom 7. December 1887) in zwei Ausführungen vorgeschlagen, deren eine für das Ende einer Welle und mit festem Pendeldrehpunkte, deren andere für durchlaufende Wellen und mit beweglichem Pendeldrehpunkte eingerichtet ist.

In Fig. 1 und 2 besteht der Regulator aus zwei symmetrisch angeordneten Systemen, bestehend aus einem Schwunggewichte a, das mit den Armen bc und d aus einem Stücke besteht und auf dem einen Ende der Welle e festgekeilt ist, wo e selbst wieder in einer Hülse des auf der Hauptwelle w befestigten Armes f drehbar gelagert ist. Arm c ist mit der Stange g mit der auf w lose sitzenden Riemenscheibe und d durch Stange h mit der als Kolben ausgeführten Druckplatte i verbunden. Kolben i drückt gegen die cylindrische Schraubenfeder J, mit welcher er sich in der Federhülse k befindet.

Die Wirkungsweise ist folgende: Durch die schnelle Umdrehung entsteht in a die Centrifugalkraft C, welcher nicht allein durch die Federkraft F, sondern durch Combination von F und der aus dem Umfangswiderstande resultirenden Kraft P das Gleichgewicht gehalten wird. Hierdurch wird erreicht, daſs der Regulator sofort in Thätigkeit tritt,