Text-Bild-Ansicht Band 271

Bild:
<< vorherige Seite

Spannschloſs für die Schnur der Abzugsscheibe an Rundwirkmaschinen von Wilhelm Heidelmann in Stuttgart (* D. R. P. Nr. 44596 vom 25. Februar 1888). Der vom französischen Rundstuhle herabhängende Waarencylinder wird gewöhnlich an eine innerhalb desselben liegende Scheibe angebunden, die sein Abzugsgewicht bildet. Man knüpft dabei einfach die Enden der Schnur zusammen und dreht sie wohl durch ein hindurch geschobenes Drahtstäbchen mehrmals zu einer Schleife zusammen, um sie thunlichst stark anzuspannen. Zur Erreichung einer zuverlässigeren und besser aussehenden Verbindung soll nun das in Fig. 6 Taf. 4 gezeichnete Spannschloſs dienen: Dasselbe besteht aus der gekrümmten Rinne a, in welcher bei c das eine Ende d der Schnur eingeschraubt oder in sonst einer Weise befestigt ist und welche die Lager b für einen Hebel eb trägt. Das andere Ende d1 der Schnur ist in einem Haken f befestigt, welcher an einen Bolzen des Hebels eb angehängt wird. Die Schnur hat eine solche Länge, daſs sie mit f in den Hebel, wenn er in der punktirten Stellung sich befindet, leicht eingehängt werden kann; legt man ihn dann nach rechts hin um, so spannt er die Schnur straff und wird zugleich durch deren Spannung in seiner geschlossenen Lage erhalten.

Der französische Rundwirkstuhl mit automatischer Ausrückvorrichtung von Wilhelm Heidelmann in Stuttgart (* D. R. P. Nr. 44267 vom 16. Juli 1887) enthält folgende neue Vorrichtung zum Anzeigen eines während der Arbeit vorkommenden Fehlers in der Waare oder in der Nadelreihe und zur Mittheilung desselben an den bekannten Ausrückapparat derart, daſs der Stillstand des Stuhles eintritt. Diese Anzeige- und Vermittelungsvorrichtung besteht aus einem Stäbchen s (Fig. 7 Taf. 4), welches, in Verbindung mit einem zweiten Stabe o, durch eine Feder leicht an die Waare w dicht unter den Nadeln n gedrückt wird, so daſs im Allgemeinen diese Waare an s vorbei streicht. Ist aber eine Masche abgefallen, also eine Kettelmasche entstanden, oder der Faden zerrissen, so daſs ein Loch sich gebildet hat, oder eine Nadel durch Miſspressen tief gezogen worden u.s.w., so dringt der Stab s durch die Waare hindurch oder wird sonst von ihr oder der Nadel erfaſst und ein Stück seitlich mit fort gezogen, wobei sein Tragrahmen r um die Achse a sich dreht und der Haken b vom Stifte c hinweg rückt, mit welchem er bisher die Platte d hielt. Diese Platte d fällt nun herab, wird von einer Schraube p des Nadelkranzes mit fort genommen und schiebt dabei mit ik den Ausrückstab v des Stuhles fort, welcher in bekannter Weise den Stillstand des letzteren veranlaſst. Da man indessen bisweilen Waaren arbeitet, welche an einzelnen Stellen Laufmaschen enthalten, so ist folgende Vorkehrung getroffen worden, um diese Laufmaschen ohne Einwirkung auf den Taster s an ihm vorbei zu führen: Der Stuhl trägt kurz vor dem Taster so an den Armen ay (Fig. 72 Taf. 4) drehbar den Stab l mit der gekrümmten Platte m und