Text-Bild-Ansicht Band 271

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aus drei Stücken abc (Fig. 114 und 12 Taf. 4), von denen c fest liegt, a in die Schloſsplatte emporgezogen und ausgerückt, b aber um das Gelenk d in die Schloſsplatte hineingedreht und erforderlichen Falles auch mit seinem Gelenkstücke d und Träger e am Bolzen f in die Schloſsplatte hinaufgezogen werden kann. Wenn nun a emporgehoben ist und das Schloſs sich von rechts nach links bewegt, so heben sich die Nadeln an c nur bis m, bis in die Fangstellung, sie treffen in m eine Rinne oder einen vertieften Theil von b, welcher nach rechts hin ansteigt und drücken auf dieser Bahn den Theil b empor (Fig. 12) und kommen endlich an h wieder herab. Ist das Schloſs an allen Nadeln vorbeigegangen, so klappt b, durch die Feder g gedrückt, wieder nieder und hebt beim Schübe nach rechts hin die Nadeln auf die Höhe der Einschlieſsstellung, so daſs nun Maschen gearbeitet werden; sollen aber bei diesem Schübe auch Henkel, also mehrfache Doppelmaschen entstehen, so zieht man eben b auch in die Schloſsplatte empor und arbeitet folglich mit dem kleinen Mitteldreiecke c allein.

Lamb'sche Strickmaschine für Schlauchwaare von G. F. Groſser in Markersdorf bei Burgstädt i. S. (* D. R. P. Nr. 44806 vom 6. Januar 1888). Wenn glatte Rundwaare gestrickt wird, so arbeitet beim Ausschube nach links die vordere Nadelreihe v (Fig. 13 Taf. 5), das Schloſs a ist also geöffnet und das hintere Schloſs a1 ist geschlossen, beim nächsten Ausschube nach rechts hin muſs aber die hintere Nadelreihe h arbeiten, also a1 sich öffnen und a sich schlieſsen. Diese Umsteuerung erfolgt immer an den Enden der Nadelreihen durch die Riegel in den Seitenwänden der Maschine. Es ist nun unbequem, das Schloſs deshalb auf die ganze Länge der Nadelreihe zu verschieben, wenn man nur einen Schlauch von geringer Weite zu arbeiten hat und damit in solchem Falle die Umsteuerung an beliebiger Stelle durch die im Betriebe befindlichen Nadeln selbst erfolgt, so sind Riegel und Schloſsschieber überhaupt entfernt und von dem Mitteldreiecke ist unten eine Ecke b abgeschnitten worden, vorn rechtsseitig und hinten linksseitig. Die Dreiecke aa1 führen sich wie bisher mit Zapfen in einem senkrechten Schlitze der Schloſsplatte und werden nur durch eine schwache Feder nach unten gezogen. Gehen nun die Schlösser nach links, so sind sie zunächst beide offen (a1 wie punktirt angegeben), am vorderen a steigen die Nadeln in gewöhnlicher Weise empor und arbeiten, am hinteren a1 aber treffen die Nadeln gegen die schräge Seite d1 c1, sie drücken gegen dieselbe und schieben das Excenter a1 empor, schlieſsen das Schloſs und arbeiten also nicht. Ist der Schub über die wenigen überhaupt arbeitenden Nadeln erfolgt, so sinkt a1 auch wieder herab. Beim Schübe nach rechts gehen nun die hinteren Nadeln an a1 empor und arbeiten und die vorderen v stoſsen gegen cd und treiben a empor, schlieſsen also selbsthätig ihr Schloſs und arbeiten nicht.

Eine Strickmaschine mit mechanischem Minderapparate von Frank Wilcomb