Text-Bild-Ansicht Band 271

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in San Francisco, Nordamerika (* D. R. P. Nr. 43491 vom 13. Oktober 1886) enthält als Decknadeln die gewöhnlichen Spitzendecknadeln a (Fig. 141 Taf. 5), deren Spitze in den hinter dem Nadelhaken befindlichen Schlitz für die Zunge eingesenkt wird, während die abzudeckende Masche auf der zurückliegenden Zunge hängt; a überdeckt also nur den Haken der Zungennadel und nicht auch die Zunge mit, wie bei Webendorfer, Patent Nr. 21008 (1883 249 111). Die abgedeckten Nadeln n1 (Fig. 142 und 143) werden dadurch von der weiteren Thätigkeit ausgerückt, daſs man sie in dem Schlitze einer Schiene b, welche sich nach und nach verschiebt, fangt und dadurch wenig empordrängt, so daſs zwischen ihnen und der arbeitenden Nadelreihe n der Fadenführer c noch hinweggehen kann; der letztere legt dann den Faden auf n, führt ihn aber auf beiden Seiten unterhalb der Nadeln n1 fort. Das Mindern wird während der Reihenbildung vorgenommen; es beginnt an einer Seite, wenn der Schlitten die Hälfte des Weges nach der anderen Seite hin durchlaufen hat und wird während der ersten Hälfte des Rückweges vom Schlitten beendet.

Verfahren zur Herstellung von Plüsch auf der Lamb'schen Strickmaschine von Seyfert und Donner in Chemnitz (* D. R. P. Nr. 43721 vom 5. November 1887). Die zwei Nadelreihen der Strickmaschine arbeiten jede für sich ein Waarenstück und gleichzeitig werden von einem Faden auf beiden Nadelreihen lange Henkel gebildet, die also beiden Waarenstücken gemeinsam angehören und beim Abzüge von der Maschine selbsthätig zerschnitten werden, so daſs zwei Plüschstücken entstehen. Die Maschine enthält auf jeder Seite kurze und lange Nadeln nn1 (Fig. 15 Taf. 5) und für jede Sorte zwei Schlösser hinter einander; die vorangehenden Schlösser heben die Nadeln in die Fangstellung und ein Führer legt ihnen gemeinsam den Faden in die Haken, den sie beim Sinken als Henkel mit ihren alten Maschen vereinigen. Die folgenden Schlösser bewegen die Nadeln in gewöhnlicher Weise zur Maschenbildung derart, daſs diejenigen der einen Reihe vor denen der gegenüberliegenden wieder etwas vorlaufen, weil jede Nadelreihe ihre Maschenreihe für sich herstellen muſs. Die Doppelwaare ww1 wird nach unten abgezogen und ein Messer p, welches man nach jeder Reihe einmal zur Seite fortzieht, zerschneidet die quer zwischen w und w1 liegenden Henkel, so daſs die Waarenstücke w und w1 nun getrennt von einander aus der Maschine kommen.

G. W.

Der Stanley'sche Streckenbohrer.

Nach der Mittheilung A. de Castellaine's in Nr. 51 der Oesterreichischen Zeitschrift für Berg- und Hüttenwesen besteht der Stanley'sche Streckenbohrer im Wesentlichen aus einer sehr kräftigen stählernen Schraubenspindel,