Text-Bild-Ansicht Band 271

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von 4m Herdlänge sollen vergröſsert werden. Die Flammofenrückstände werden im Sehachtofen verschmolzen.

b) Schachtofenbetrieb. Für den Flammofenprozeſs nicht geeignete Erze werden in Flammöfen von 5m,5 Herdlänge bei discontinuirlichem Betriebe abgeröstet. Der Fuchs befindet sich in der Mitte des Gewölbes. Der gröſsere Brennstoffverbrauch gegen Fortschaufelungsöfen soll durch Ersparniſs an Arbeitslöhnen ausgeglichen werden. Flammofenrückstände und geröstetes Erz werden mit 35 Proc. Puddelschlacken, 1 Proc. metallischem Eisen, 6 Proc. Kalkstein und 80 Proc. eigenen Schlacken in einem in seinen oberen Theilen auf vier Säulen stehenden Rundofen von 1m,4 Durchmesser zwischen den acht Formen verschmolzen. Oberhalb des Kühlringes erweitert sich der Ofen rostartig auf 1m,8 Höhe und bleibt dann bei 7m,9 ganzer Ofenhöhe cylindrisch. Guſseiserne, aus acht Segmenten bestehende Kühlringe haben sich am besten bewährt. Höhe des Formmittels über der Hüttensohle 124cm. Die von unten mit Wasser gekühlte Schlackentrifft schneidet in ihrem höchsten Punkte mit der Unterkante des Kühlringes ab, während der tiefste Punkt 10cm tiefer liegt. Die Schlacken trifft ist ringsum von einem aus Klappen bestehenden Blechmantel so umgeben, daſs dieselbe von allen Seiten zugängig ist und bei niedergelassenen Klappen die entwickelten Gase durch ein 25cm weites Ablaſsrohr ins Freie geführt werden. Eine gleiche Einrichtung befindet sich über dem Arents'schen Bleibrunnen. Die Ofensohle besteht aus Gestübbe, und statt wie früher in 70cm hohen Schlacken topfen werden die Schlacken in nicht gut construirten Wagen weggefahren. In die Ofengicht ist ein Cylinder eingehängt, hinter welchem die Gichtgase entweichen. Man setzt in 24 Stunden 50 Proc. Beschickung mit 8 Proc. Brennmaterial auf 12 bis 13t Werkblei durch und sind in jeder Schicht fünf Arbeiter thätig. Die Schlacken enthalten durchschnittlich 30 Proc. Kieselsäure. Wegen geringen Zinkgehaltes verläuft die Arbeit glatt und ruhig. Der fallende Bleistein wird in Stadeln geröstet, welche sich mit ihrer Rückwand an die Rauchkanäle anlehnen, so daſs die Röstgase, wie zu Friedrichshütte, nicht ins Freie entweichen.

c) Entsilberung des Werkbleies durch Zink. Wie in Freiberg liegen zwischen 2 Entsilberungskesseln von 2m Durchmesser und je 21t Inhalt in einer Reihe hinter einander und 8cm tiefer 3 kleine Kessel von 1m,08 Durchmesser und 0m,6 Tiefe, davor befindet sich tiefer der Entzinkungsofen und tiefer davor der Kessel zur Aufnahme des entzinkten Bleies. In Amerika hat man, was in Bezug auf Brennstoffersparung vortheilhaft, über dem Entsilberungskessel einen Ofen zum Einschmelzen des Werkbleies. Nachdem der Bleieinsatz innerhalb 6 Stunden eingeschmolzen, wird der erste Zinkzusatz von 77k gegeben, der Schaum nach 2½ Stunden in den [mittleren Kessel übergeschöpft, indem man die Kelle auf einem Bleche hinabgleiten läſst, hier gesaigert, der Schaum