Text-Bild-Ansicht Band 271

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nach The Textile Manufacturer vom 15. November 1888 das zur Verbindung vom Baumwollen- und Gummiriemen dienende vorstehend dargestellte Schloſs (Fig. 10 bis 12). Drei elastische Metallklammerpaare fassen hinter Stahldrähte, welche quer durch den Riemen gesteckt und mit demselben gut vernäht sind. Den Schluſs bildet ein durchgesteckter Splint, welcher am offenen Ende umgebogen, übrigens auch hinreichend durch die von den Metallklammern verursachte Reibung gehalten wird.

Der Zug des Riemens wird bei dem Barlow'schen Schlosse auf die ganze Breite des Riemens gleichmäſsig vertheilt, die Verbindungsstelle wird nicht wesentlich schwerer und dicker als der Riemen an anderer Stelle ist. Bei der zuletzt angeführten Construction kann der Riemen auf beiden Seiten benutzt werden. Ein dreizölliger Riemen, welcher, wie die beigefügten Fig. 10 bis 12 zeigen, verbunden war, widerstand einer Zugbelastung von 2250 Pfund, während bei einem Vergleichsversuche mit einem entsprechend starken Lederriemen unter einer Belastung von 870 Pfund die Verbindungen zerstört wurden.

Fig. 13., Bd. 271, S. 212
Fig. 14., Bd. 271, S. 212
Fig. 15., Bd. 271, S. 212
Fig. 13 bis 15 zeigen eine Abbildung des Riemenverbinders von Göhmann in Einbeck (D. R. P. Nr. 42168 vom 21. Juni 1887). Er besteht aus drei Einzeltheilen A1, A2 und B, welche durch Längsschrauben zusammengehalten werden. – Der Theil B, welcher, um einen geräuschlosen Lauf durch eine Gabel zu gestatten, nicht so lang als der Riemen breit ist, hat einen dachförmigen Querschnitt. An einer oder mehreren Stellen, je nach der Breite des Riemens, sind Ansätze bb befindlich, deren Unterflächen entgegengesetzt dachförmig gerichtet sind, so daſs sich an diesen Stellen zwei mit ihren Spitzen zugekehrte spitzwinkelige Flächen bilden. Der Körper B ist auf der Unterseite mit unterschrittenen Nuthen n versehen, welche einen Gummistreifen G in sich aufnehmen; derselbe verhindert das Aufschlagen des Verbinders auf die Riemenscheibe.

Die Theile A1 A2 liegen auf der Oberseite der zu verbindenden Riemenenden. Ihre Unterflächen sind unter demselben Winkel abgeschrägt, wie die dachförmigen Flächen der Platte B, hier sind Riefen angebracht, welche zusammen mit denjenigen des Körpers B, wenn die Langsschrauben s angezogen werden, derart den Riemen einklemmen, daſs ein Lösen ausgeschlossen bleibt.