Text-Bild-Ansicht Band 271

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Die Theile A1 und A2 sind den Ansätzen bb entsprechend schräg ausgearbeitet. Je mehr nun durch die Schrauben s die Theile A1 A2 angezogen werden, um so mehr werden die Riemenenden, in Folge der keilartigen Wirkung auf den Riemen, fester eingeklemmt und hat sich diese Verbindung bei der bedeutenden Riemengeschwindigkeit von 25m in der Secunde nicht gelöst. Bei diesem Riemenschlosse ein geringes Gewicht zu erzielen, und dadurch Schwankungen und Schläge zu verhindern, möchte jedoch wohl Schwierigkeit machen.

Fig. 16., Bd. 271, S. 213
Schmidt und Breischneider in Chemnitz (D. R. P. Nr. 40013 vom 30. November 1886) wenden ein scherenartiges Schloſs an (Fig. 16), welches gestattet, den Riemen in kürzester Frist zu verlängern oder zu verkürzen, ohne daſs neue Theile eingesetzt oder entfernt werden müssen. Das Schloſs besteht aus den Klemmbacken AA1, in welche die zurückgebogenen Riemenenden seitlich hineingeschoben werden und dem Keilverschlusse BB1 , durch welchen die Klemmbacken fest an einander gepreſst werden. Die Klemmbacken sind zum Oeffnen der Mäuler um einander drehbar, während die Theile des Keilverschlusses mittels Schrauben angezogen werden und dadurch den festen Verschluſs der Klemmbacken bewirken. Durch Zurückbiegen der Riemenenden bewirken dieselben bei einem auf den Riemen ausgeübten Zuge ein keilartiges festes Anpressen der Enden an das Schloſs. Die Riemenenden sind so zurück zu biegen, daſs sich ihre Kanten mit denen des treibenden Riemens genau decken und ist darauf zu sehen, daſs sie in dieser Lage in das Schloſs eingeschoben und befestigt werden. Das zurückgebogene Ende des Riemens darf beim vorlaufenden Theile nur wenig über den Verbinder hervorstehen, das nachlaufende Ende kann länger gelassen werden, was bei dem Aufpassen der Riemen zu beachten ist. Bei allen diesen Vorrichtungen wird der Riemen weder durchlocht noch zerstochen, noch zerschnitten. Den Nachtheil dieses festen, leichten und handlichen Schlosses, daſs dasselbe wegen des Zurückbiegens des Riemens die schlanke Form verliert, muſs man allerdings in den Kauf nehmen. Doch wird sich dieses Schloſs für viele Fälle mit Vortheil verwenden lassen.

M. Seebold in Berlin sucht bei seinem Schlosse (D. R. P. Nr. 44305 vom 31. December 1887) eine Lockerung der Riemenenden dadurch zu vermeiden, daſs er seinem zweitheiligen Riemenverbinder mit begrenzter Gelenkbewegung und bayonnetartigem Verschlusse nur eine Winkelbewegung gestattet, welche gröſser ist, als die unter den Bewegungen des Riemens vorkommende. In Fig. 17 bis 19 sind ab die beiden Lappen des Riemenverbinders, welche beide die Haltstifte cc tragen und mit den wach auſsen gerichteten Hakenköpfen hh1 versehen sind. Die Lappen