Text-Bild-Ansicht Band 271

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Bohrloches, z.B. zur Erleichterung der Verrohrung, geschehen soll. Der Körper ist aus bestem Feinkorneisen geschmiedet, trägt oben einen Zapfen a, unten eine Hülse b, beides für Doppelkeilschloſs-Verbindung, während in der Mitte zwei Schneidebacken c aus Prima-Tiegelguſsstahl angebracht sind, welche leicht mit anderen Gröſsen auszuwechseln gehen. Die Druckvorrichtung zum Festhalten der Schneidebacken liegt geschützt im Inneren des Apparates und ist aus Fig. 6 ersichtlich. Zum Einlassen in das Bohrloch werden die Schneidebacken mit einem Drahte d (Fig. 5), der über die Meiſselschneide führt, zusammen gebunden. Beim Aufschlagen auf die Bohrsohle zerreifst der Meiſsel den Draht, und die Schneiden treten unter der Verrohrung aus einander.

Das Freifall-Instrument (Fig. 7) ist ein verbessertes Fabian'sches Freifallstück. Das schmiedeeiserne Abfallstück a wird mit der Hülse b, in derem ausgebohrten Inneren es seine Führung findet, durch den sogen. Fangkeil c verbunden, welcher in den beiden diametral gegenüberstehenden Längsschlitzen d der Hülse auf und nieder gleitet. Festgehalten ist dieser Fangkeil c (Fig. 8) durch einen zweiten darunter liegenden Keil c1, welcher seinerseits durch einen eingetriebenen conischen Stift r2 befestigt wird. Durch ein eigens hierfür in die Hülse gebohrtes Loch wird dieser Stift eingebracht und durch die Hülse selbst am Herausfallen verhindert. Am unteren Ende besitzt das Abfallstück Bund e und Zapfen f zum Anschluſs an die Bohrstange mittels des Doppelkeilverschlusses, sowie einen Fangbund g zum Erfassen im Falle eingetretenen Bruches.

Die Hülse, aus allerbestem Feinkorneisen und auſserordentlich stark im Fleische ausgeschmiedet, besitzt oben Schraubenzapfen h und Bund i zur Verschraubung mit dem Gestänge mittels eines Verbindungs-Mutterstückes. Die Schlitze d sind oben zu Keilsitzen k erweitert, deren Sitzflächen als wesentliche Neuerung durch eingelegte und auswechselbare Stahlsegmente l (auch Fig. 9) gebildet sind. Unten erweitern sich die Schlitze, ebenfalls in verbesserter Weise, zum sogen. Sicherheitsschloſs m. Beim Einlassen des Bohrzeuges in das Bohrloch ruht der Fangkeil in diesem Sicherheitsschlosse und stöſst beim etwaigen Aufsitzen des Meiſsels unterwegs an die obere Auskehlung an, wodurch verhindert wird, daſs sich das Abfallstück auf den Keilsitzen oben fängt und dann bei plötzlichem Abfalle Schaden anrichtet.

Der selbsthätige Freifallbohrer (Fig. 10) ist besonders für Durchmesser von 300 bis 1000mm und Bohrtiefen über 300m bestimmt. Dieses Instrument besteht aus Meiſsel a, Nachnahmebohrer und Schwerstange in einem Stücke b, Freifall-Instrument c und Rahmen d. Das Freifall-Instrument hat statt eines festen Fangkeiles deren zwei, von denen der untere f zur Führung und zum Einhängen in das Sicherheitsschloſs bestimmt und unbeweglich ist, während der obere g, der eigentliche Fangkeil, ein in Stahllagern drehbarer Flügelkeil ist. Das Fangen des Abfallstückes