Text-Bild-Ansicht Band 271

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findet in der bekannten Weise statt, das selbsthätige Abwerfen dagegen durch den Druck der schiefen unteren Fläche der Schiene h gegen den Fangkeil. Die obere Fortsetzung der Hülse des Freifall-Instrumentes bildet eine längere Stange i von quadratischem Querschnitte, die in dem Oberstücke d1 des Rahmens ihre Führung findet, denselben auch beim Umsetzen mitnimmt und oben die Schraube k zur Verbindung mit dem Gestänge trägt. Während der Abfall stattfindet, hebt das Instrument den Rahmen, welcher aus 4 Rundeisenstangen e und den Verbindungsstücken d und d1 besteht, etwas in die Höhe, während welcher Zeit das Umsetzen erfolgt.

Das Bohrgestänge (Fig. 11) setzt sich aus Quadrateisenstäben von 5m Länge zusammen, die aus bestem Schmiedeeisen gefertigt sind. Die Verbindung der Stücke findet durch stark conische Gewindezapfen a und gleiche Mutterschrauben b statt, wobei bekanntlich im Vergleiche zu cylindrischen Verschraubungen erheblich an Zeit gespart wird. Unterhalb des Gewindezapfens dient der obere Bund c für den Aufzugskloben (Gestängestuhl), der untere Bund d für das Untergreifen der Gabel (Schlüssel). Die Seitenlänge von 20mm reicht völlig aus, um selbst auf bedeutenden Tiefen Festigkeit zu gewähren und Prellung, sowie Umsetzung auf das Freifall-Instrument zu übertragen. Ueberall dort, wo das Gestänge mit Kloben oder Gabel angefaſst werden muſs, ist sein Querschnitt verstärkt. Für ausnahmsweise Tiefen ist ein Gestänge von 23mm Seitenlänge des Querschnittes zu wählen.

Die Bohrtransmission (Fig. 12 und 13) ist nach folgenden Gesichtspunkten angeordnet:

1) Gute Schwengelprellung als Hauptbedingung für rationelle Freifallbohrung.

2) Möglichst hoher Hub, von 1 bis 1m,5, ohne Verwendung von Bohrcylindern.

3) Hohe Lage des Schwengelkopfes, um den Bohrschacht entbehrlich zu machen.

4) Rücklegbarer Schwengelkopf, ohne Rückbewegung des ganzen Schwengels.

5) Anordnung der Theile so, daſs alle Bohrarbeiten (Bohren, Einlassen, Ausziehen, Löffeln) nach einander durch den Bohrmeister von einem bequemen Standpunkte aus bewirkt werden können.

6) Verwendung einer einfachen Dampfmaschine, ohne Umsteuerung, für alle Verrichtungen.

Diesen Ansprüchen ist durch folgende Anordnungen genügt: Die Riemenscheibe a empfängt die Bewegung von der Dampfmaschine und erhält die Hauptwelle b, auf der sie aufgekeilt ist, in fortwährender Umdrehung in der angedeuteten Richtung. Von dieser Welle wird durch Anziehen der verschiedenen Handhebel die Kraft entweder zum Bohren, oder zum Aufholen, Einlassen und Löffeln entnommen.