Text-Bild-Ansicht Band 271

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als das Aufholen, und kann das Bohrzeug durch die Bremse a1 (Fig. 13) jeden Augenblick abgebremst werden.

Die Bewegung der Löffelseiltrommel b1 endlich erfolgt durch Niederdrücken des Löffelhebels, wodurch das mit dem Hebel c1 (Fig. 12) verbundene bewegliche Lager d1 (Fig. 13) der Löffeltrommelwelle gesenkt und Keilrad e1 gegen das auf der Hauptwelle sitzende Keilrad f1 (Fig. 13) gedrückt wird. Beim Einlassen des Schlammlöffels, sowie beim Spiel desselben, dient diese Friction zugleich als Bremse.

Die Bohrtransmission wird in drei Gröſsen, und zwar für Tiefen bis 300m, für solche von 300 bis 500m, und von 500 bis 1000m vorräthig gehalten. Eine vollständige Bohrvorrichtung mit Bohrzeug und Dampfmaschine, jedoch ohne Bohrthurm, mittlerer Gröſse, stellt sich auf rund 12000 M.

Für Bohrtiefen bis 300m kann die Bohrung mit Handbetrieb vor sich gehen. Zum Abbohren von etwa 200m hat Fauck eine vereinfachte transportable Handbohrungseinrichtung mit 1m,25 Schwengelhub und mit einem beweglichen Bohrgerüste anstatt eines Bohrthurmes construirt, welches alles in allem etwa 4500 M. kostet.

In Verbindung mit dem Fauck'schen Bohrsysteme wird die Verrohrung mit patentgeschweiſsten Bohrröhren in ganz zu Tage reichenden Röhrentouren vorausgesetzt. Die überflüssige Verrohrung soll nach Beendigung der Bohrarbeit entfernt werden, sei es, um nur die doppelte Verrohrung zu beseitigen, sei es, um durch Abschneiden der Röhren an standfesten Schichten gewissermaſsen eine verlorene Verrohrung herzustellen.

Dazu dient das Fauck'sche Kohrabschneid-Instrument (Fig. 14). Der schneidende Theil ist das Stahlrad a, welches mittels eines Stahlbolzens, um den es leicht drehbar ist, in dem Schiebergleitstücke b befestigt ist. Dieses findet im Körper des Unterstückes c seine Führung. Drei starke Bolzen d verbinden dieses Unterstück unverrückbar mit dem Oberstücke e. An das Gewinde f des Oberstückes wird ein Röhrengestänge (gewöhnliche Gas- oder Brunnenröhren) geschraubt, mittels dessen das Instrument eine fortdauernde Umdrehung erhält. Ein Zuggestänge (gewöhnliche Rundeisenstangen) reicht im Anschlusse an die Stange g durch das Röhrengestänge zu Tage und dient dazu, den Keil h von Zeit zu Zeit hochzuziehen und dadurch das Gleitstück mit dem Stahlrade vorzuschieben. Das Hochziehen geschieht durch Drehung eines Schlüssels an dem am oberen Ende des Zuggestänges angeschweiſsten Stücke mit Flachgewinde. Wenn der Vorschub des Gleitstückes nicht mehr ausreicht, werden zur weiteren Verstärkung des Umfanges des Unterkörpers dem Gleitstücke gegenüber die Stahlsegmente i mit zwei Druckwalzen k aufgeschraubt. Zum Auseinandernehmen des Instrumentes muſs die Schraube l etwas gelüftet werden.

Daſs das Fauck'sche Bohrsystem ein für die Verhältnisse der galizischen