Text-Bild-Ansicht Band 271

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(D. R. P. Nr. 44132 vom 13. Juli 1887). Dieses Verfahren besteht darin, daſs man landwirthschaftliche Producte, wie z.B. geschälte Kartoffeln, auf einen Siebboden legt, welcher in einem eisernen, luftdicht verschlossenen Kessel angebracht ist. Durch Kochen oder Dämpfen werden die Kartoffeln zur Gahre gebracht. Hierauf entfernt man durch ein unterhalb des Siebbodens befindliches Ventil das Wasser aus dem Kessel. Diesen bringt man dann durch eine Rohrleitung mit einer kräftig wirkenden Luftpumpe in Verbindung und evakuirt mittels derselben den sonst luftdicht verschlossenen Kessel ohne weitere Wärmezufuhr von auſsen so lange, bis die in demselben befindlichen Kartoffeln auf etwa 23° abgekühlt sind. Die Kartoffeln sind jetzt zur weiteren Verarbeitung geeignet.

Waschmaschine für vorgeweichte Gerste von Gebr. Weiſsmüller in Bockenheim bei Frankfurt a. M. (D. R. P. Nr. 43757 vom 28. December 1887).

Verfahren und Apparat zum Weichen von Gerste von Carl Bernreuther und Wilhelm Kumpfmüler in München (D. R. P. Nr. 43758 vom 28. December 1887).

Vorrichtung zur Bestimmung der Quellreife der Gerste beim Weichen von Carl Bernreuther und Wilhelm Kumpfmüller in München (D. R. P. Nr. 44077 vom 21. Januar 1888).

Verfahren und Einrichtung, die Temperatur der Keimguthaufen beeinflussen zu können, von Hermann Hackmann in Meiningen (D. R. P. Nr. 44286 vom 28. Juni 1887).

Ein steuersicherer Spundverschluſs ist Hein und Lehmann, in Firma Hein, Lehmann und Co. in Berlin, patentirt (D. R. P. Nr. 43164 vom 25. September 1887). Der Spundverschluſs ist dadurch steuersicher gemacht, daſs die den Spundkranz mit der Spundschraube verbindende Schnur sich über der Schlüsselvertiefung der Spundschraube kreuzt, so daſs eine Einführung des Schlüssels in die Schlüsselvertiefung ohne Verletzung der durch Plombe gesicherten Schnur unmöglich ist.

VII. Analyse.

Den in der Sitzung des Bundesrathes vom 21. Juni 1888 gefaſsten Beschlüssen bezüglich der steuerfreien Verwendung des Spiritus zu gewerblichen Zwecken entnehmen wir hier nach der Zeitschrift für Spiritusindustrie, Bd. 11 S. 195, das Folgende:

An die Stelle der bisherigen Bestimmungen über die Beschaffenheit der Bestandtheile des allgemeinen Denaturirungsmittels treten vom 1. Januar 1889 ab die unter A. (siehe unten) enthaltenen Vorschriften. Die Prüfung der vorschriftsmäſsigen Beschaffenheit des Holzgeistes und der Pyridinbasen erfolgt nach Maſsgabe der Anleitung B. (siehe weiter unten). Dem allgemeinen Denaturirungsmittel darf von den zur Zusammensetzung desselben ermächtigten Fabriken ein Zusatz von 40g Lavendelöl oder 60g Rosmarinöl auf je 1l beigemengt werden. Die bezüglich der Bestandtheile des allgemeinen Denaturirungsmittels vorgeschriebene Prüfung durch den amtlich bestellten Chemiker ist