Text-Bild-Ansicht Band 269

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(torsion bar) eingesetzt ist, welches einem daran befestigten Vergröſserungshebel aa als Achse dient. An dem Ende dieses Hebels greift mit einem Kugelgelenke das Stäbchen c an, welches mit der Geradeführung des Bleistifthalters d in Verbindung steht. Das andere Ende des Hebels a ist verstellbar an einem zweiten Torsionsstäbchen festgeklemmt, welches in ähnlicher Weise wie das erste in der Gabel des verstellbaren Schiebers b gelagert ist. Diese Torsionsstäbchen – an Stelle der Achsen – sind eine besondere Eigenthümlichkeit des Brown'schen Indicators; durch dieselben sollen Reibung und todter Gang vermieden werden.1)

Genau über der Mitte der elastischen Platte befindet sich ein verstellbarer, ringförmiger Anschlag. Derselbe hat eine doppelte Bestimmung. Erstens begrenzt er die Durchbiegung der Feder im Falle übermäſsigen Druckes; weiterhin aber bedient man sich desselben, wenn man die Wirkung der Auslaſsventile studiren will. In diesem Falle schraubt man denselben bis nahe auf die Federplatte herab und beschränkt so das Spiel derselben nach oben; in Folge dessen ist man nun im Stande, den unteren Theil des Diagrammes in wesentlich vergröſsertem Maſsstabe zu zeichnen, wodurch sich die Wirkung der Ventile besser erkennen läſst.

Die Trommel des Indicators ist von gewöhnlicher Form und centrisch oberhalb des Federraumes angebracht, wodurch die ganze Anordnung entsprechend gedrängt und symmetrisch wird.

Bei der gewählten Verbindung des Zeichenapparates mit der Feder ist die Höhe des Diagrammes ganz und gar nur von der Stellung des Schiebers b abhängig. Man braucht deſshalb hier nicht, wie bei den gewöhnlichen Indicatoren, für hohe Dampfspannungen eine besondere, stärkere Feder anzuwenden, um die Höhe des Diagrammes zu reduciren. Letzteres soll überhaupt nur bei ungemein hohen Geschwindigkeiten erforderlich sein; Diagramme von Maschinen mit 50 bis 350 Umgängen in der Minute zeigten keine erheblichen Unterschiede in Bezug auf die gute und vollkommen ausgebildete Form.

Für die Bleistiftführung hat man die Herstellung aus Aluminium, mit Gelenken aus gehärtetem Stahl, in Vorschlag gebracht.

1)

Letzteres wird sicher erreicht werden können, da alle beweglichen Theile durch Klemmschrauben festgestellt werden; ob aber die Reibung der sonst erforderlichen schwachen Zapfen mehr Kraft erforderte, als das Verdrehen der elastischen Stahlstäbchen, wäre wohl noch fraglich.